Dennis Riehle

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an dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, in meinem Blog von mir verfasste Texte zu lesen. Darunter finden sich Pressemitteilungen, Leserbriefe und Standpunkte zu Themen der Zeit, kritische Stellungnahmen zu gesellschaftlichen Entwicklungen sowie soziale und politische Meinungsbeiträge, die nicht den Anspruch erheben, in jedem Fall dem "Mainstream" zu entsprechen. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie manche Beiträge nachdenklich machen oder gar Ihre eigene Gegendarstellung provozieren. Gerne können Sie mir deshalb auch Ihr Feedback unter Mail: Riehle@Riehle-Dennis.de zukommen lassen. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!


Ihr Dennis Riehle


V.i.S.d.P. für diesen Blog:

Dennis Riehle

Martin-Schleyer-Str. 27

78465 Konstanz

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20.09.2022

Inflation: Mangelernährung, Altkleidung, Hygienedefizite und Wohnungslosigkeit!

Pressemitteilung
Beratungsstelle berichtet von dramatischen Schicksalen in der Teuerungskrise

„Manchmal habe ich das Gefühl, wir leben in einem Entwicklungsland!“ – Mit diesen drastischen Worten kommentiert der Leiter der Psychosozialen Sprechstunde, Dennis Riehle (Konstanz), seine Erfahrungen aus der ehrenamtlichen Beratung der vergangenen Monate und stellt unverhohlen fest: „Selbstverständlich gibt es auch bei uns Menschen, die sich keine drei Mahlzeiten am Tag leisten können und durch Inflation und Teuerung nicht mehr genügend Geld haben, um sich das Allernötigste zu beschaffen“. Riehle zeigt sich empört über manche Politikerphrasen: „Wenn Bundeskanzler Scholz davon spricht, dass wir zusammenhalten und uns unterhaken, dann ist das ein Schlag ins Gesicht von Millionen Bürgern, die aktuell in die Armut gerutscht sind und nicht einmal mehr wissen, wie sie die nächsten Wochen über die Runden kommen sollen. Von wegen ‚You’ll never walk alone‘!“, meint Riehle.

Der 37-Jährige, der als Psychologischer, Sozial-, Familien- und Integrationsberater das Projekt der kostenlosen Mailberatung für alle ins Leben gerufen hat und derzeit rund 15 Anfragen von Hilfesuchenden täglich beantwortet, schildert drastische Beispiele: „Eine Rentnerin wohnt seit 60 Jahren in ihrer Mietwohnung. Nun kann sie die Strom- und Heizkosten nicht mehr zahlen und ihr droht die Kündigung im Alter von 85 Jahren. Aus lauter Verzweiflung will sie nun ins Pflegeheim gehen, obwohl sie eigentlich noch sehr rüstig ist und gerne selbstbestimmt weiterleben würde. Sie hat Sorge, dass sie in einer neuen Wohnung wiederum nur einige Woche zubringen könnte, weil man derzeit ja ohnehin nicht wisse, wie sich die Lage innerhalb des nächsten Monats entwickele. ‚Ich habe den Zweiten Weltkrieg erlebt – und das war schon wirklich schlimm. Aber jetzt? Soll ich nun in meinem Alter vielleicht in die Obdachlosigkeit gehen und kein Dach mehr über dem Kopf haben?‘, fragte sie mich zu Recht und wirkte unheimlich verzweifelt. Oder eine alleinerziehende Mutter, die ihrem Kind und sich nur noch Essen aus Dosen und Tüten finanzieren könne und dabei nicht einmal auf 1000 - 1200 kcal am Tag komme. Das ist nach WHO-Grundsätzen eindeutig eine Mangelernährung und nur beschämend. Und der behinderte 45-Jährige, der erwerbsgemindert ist und Sozialhilfe erhält. Abzüglich der Nebenkosten, die teilweise auch den Regelsatz auffressen, bleiben für Kleidung – die er nur noch aus Second-Hand-Shops und gebraucht kaufen kann –, Lebensmittel und Hygieneartikel („Alle paar Monate eine neue Zahnbürste, Rasierschaum kann ich mir schon lange nicht mehr leisten!“) 220 Euro für die kommenden 30 Tage. Entspricht das dem garantierten Existenzminimum?“.

Riehle machen solche Darstellungen sprachlos: „Es ist kaum zu vermitteln, dass der Steuerzahler milliardenschwere Unternehmen retten soll – und wir offenbar gleichzeitig nicht in der Lage sind, jedem Mitglied unserer Gesellschaft die verfassungsmäßig garantierte Menschenwürde zukommen zu lassen“, echauffiert sich der Berater und fasst zusammen: „Die Zustände sind für eine Industrienation des Westens unhaltbar und verstoßen gegen jedwede Ethik und Moral, an der sich ein Wohlfahrtsstaat unserer Wirtschaftsleistung messen lassen muss“. Aus Sicht Riehles verschließe die „Ampel“-Koalition die Augen vor der Wirklichkeit und drücke sich damit vor den Realitäten des Alltags der Menschen und ihrer Familien, obwohl die Missstände offenkundig zum Himmel schreiten: „Es ist unter diesen Umständen kaum verwunderlich, dass pathologisch relevante Zukunftsängste und Sorgen, aber auch manifeste Depressionen um sich greifen. Ich werde mit so vielen Schicksalen konfrontiert, wie ich es in den 16 Jahren meiner Beratungstätigkeit nicht erlebt habe. Und es fällt schwer, Hoffnung zu machen. Denn während die Regierung immer neue Entlastungspakete für die untere Mittelschicht verkündet, sind es bei den wirklich Bedürftigen, die eigentlich nicht mehr tiefer abrutschen können, Tropfen auf den heißen Stein, die die prekäre Lage überhaupt nicht verbessern“, so Riehle abschließend.

Die Beratung ist für jeden Hilfesuchenden überregional unentgeltlich erreichbar: beratung@psychosoziale-sprechstunde.de.

Dennis Riehle - 04:47:33 @ Soziales

13.09.2022

Bürgergeld muss 650 EUR monatlich betragen, um Teuerung gerecht zu werden!

Pressemitteilung

Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland: Es braucht aber viele eher eine voraussetzungsfreie Existenzsicherung für jeden Bedürftigen!

Das Bundearbeitsministerium rechnet mit einem Regelsatz von 502 EUR, welchen Empfänger des zukünftigen “Bürgergeldes” erhalten sollen. Hierzu erklärt der Sozialberater des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland (ABiD), Dennis Riehle: “Berechnet man den Bedarf angesichts der derzeitigen Lage objektiv, müssten es monatlich 650 EUR sein, die stets zeitnah an die Preisentwicklung gekoppelt werden. Allerdings setzen wir uns ohnehin für eine alternative und gleichzeitig bedingungslose Existenzsicherung ein”. Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland e.V. (ABiD) fordert mit Blick auf die Reform der Grundsicherung eine abgestuft und differenziert ausgestaltete Palette an Sozialleistungen, die in jedem Fall ein soziokulturelles Existenzminimum sichert. Hierbei müsse man von drei Werkzeugen im Instrumentenkasten ausgehen, sagt Riehle, der entsprechend ausführt: „Jedem Menschen bei uns muss eine Geldleistung zur Verfügung stehen, die voraussetzungsfrei ist. Gemäß der Auffassung des Bundesverfassungsgerichts braucht es für dieses Niveau an einer Mindestsicherung eben keine zu erfüllenden Bedingungen des Leistungsbeziehers. Viel eher ergibt sich ihr Anspruch aus dem Gedanken des bedingungslosen Menschseins heraus, für den niemand von uns etwaige Anforderungen zu erbringen hat. Dieses niedrigste Plateau an Sicherstellung eines würdigen Lebensstandards steht jedem zu, der bedürftig ist und sein Dasein nicht aus eigenen Mitteln sicherstellen kann. Man könnte es auch als ein freies Grundeinkommen für jeden Bürger bezeichnen, der darauf angewiesen ist“.

Das Bürgergeld sollte daneben etwas höher liegen und allen Arbeitslosen gezahlt werden, welche schon jetzt Anspruch auf „Hartz IV“-Leistungen haben. „Die Richter in Karlsruhe haben den Grundsatz des Förderns und Forderns für grundsätzlich zulässig erachtet. Sanktionen sind demnach in Höhe von maximal 30 Prozent auf begrenzte Zeit denkbar, damit Fehlverhalten oder Versäumnisse von Erwerbslosen quittiert werden können und ihre Leistungsbereitschaft entsprechend gesteigert wird. Somit sollte das Bürgergeld zumindest um dieses Drittel der Leistungshöhe über dem Grundeinkommen liegen, sodass auch ein Arbeitsloser im Zweifel niemals unter das verfassungsrechtlich garantierte Minimum zur Existenzsicherung abrutschen kann, gleichsam aber durch dreißig Prozent höheres Bürgergeld zur Aufnahme einer Beschäftigung ermutigt ist und Anreize gesetzt werden, mehr Geld in der Tasche zu haben als ein Existenzleistungsempfänger“, erklärt Dennis Riehle hierzu.

„Insofern rentiert es sich, arbeitswillig zu sein, denn dann besteht Anspruch auf Bürgergeld, das eben höher ist als die existenzielle Grundabsicherung. Gleichsam muss in diesem Konzept aber auch der durchschnittliche Verdienst in allen Branchen durch tarifliche Bestimmungen und politische Absicherungen weit so angehoben werden, dass Arbeit besser bezahlt ist als Arbeitslosigkeit. Existenzsicherung, Bürgergeld, Mindestlohn – auf diese drei Schritte sollten die Leistungen des deutschen Sozialsystems reformiert werden, damit jeder Bedürftige, ob krank oder durch Behinderung nicht erwerbsfähig, ein soziokulturelles Minimum nicht unterschreitet, Arbeitswilligkeit und Zuverlässigkeit gleichsam belohnt werden und jeder Beruf am Ende zumindest so gut bezahlt wird, dass mit ihm ein auskömmliches Hier und Jetzt möglich ist“. Der 37-jährige Sozialberater ruft angesichts des Widerstandes in der „Ampel“-Koalition insbesondere die FDP auf, die Vorgaben des Karlsruher Gerichts zu beachten und in die Überarbeitung der Grundsicherung in Deutschland einzuarbeiten: „Bislang lassen es vor allem die Liberalen zu, dass durch Sanktionierung die temporär zwar zulässige und vertretbare, letztlich aber einem respektvollen und anerkennenden Umgang mit Menschen in einem reichen Industrieland unsägliche Unterschreitung der sozioökonomischen Existenz legitim und möglich bleibt“.

Die kostenlose Sozialberatung des ABiD e.V. ist bundesweit unter Mail: Soziales@ABiD-ev.de erreichbar.

Dennis Riehle - 06:43:55 @ Soziales

04.09.2022

“Handicaps brauchen kein Mitleid, sondern sind Chance zum Wachstum!”

Allgemeiner Behindertenverband kritisiert Tendenz zu Perfektionierung

“Die Grundrechte von Menschen mit Handicap sind in der Moderne durch ein falsches Verständnis von Freiheit und die transhumanistische Tendenz zur Perfektionierung des Lebens massiv unter Druck geraten!” - Diese Einschätzung vertritt der Sozialberater des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland, Dennis Riehle, in einer aktuellen Stellungnahme: “Während wir vorgeben, gegenüber jedem Mitglied unserer Gesellschaft Respekt und Toleranz zu üben, tun wir uns mit körperlichen, seelischen oder geistigen Beeinträchtigungen unserer Mitmenschen weiterhin sehr schwer. Das liegt nach meinem Dafürhalten auch am wachsenden Bestreben der Menschheit, uns zu idealisierten Wesen zu machen, die sich über Natürlichkeit und Schöpfung hinwegsetzen wollen, um das Ziel einer scheinbaren Vollkommenheit zu erreichen. Dabei schrecken wir auch nicht davor zurück, ethische Grenzen zu überwinden und moralische Dammbrüche zu begehen”, erklärt der 37-Jährige, der aufgrund von Multimorbidität selbst seit langem mit verschiedenen Erkrankungen und Behinderungen konfrontiert ist.

“Ob es nun der progressive Ansatz westlicher Zivilgemeinschaften nach einer weiteren Liberalisierung des Abtreibungsrechts ist, der sogar den Schwangerschaftsabbruch bis zur Geburt hin erlauben möchte. Oder der Fortschritt in der pränatalen Diagnostik, welcher uns ermöglicht, nur noch Designer-Babys die Niederkunft auf diese Welt zu gestatten. Die medizinischen und technologischen Sprünge, welche Behinderung und Krankheit durch Ersatzteile und aufwändige Therapien gänzlich ausbügeln möchten. Oder die Absicht, das Ende des Daseins durch eine vollständige Öffnung der Sterbehilfe umfassend kontrollieren zu wollen. All diese Beispiele machen deutlich, wonach wir im Gegensatz zu früheren Generationen kaum noch leidensfähig sind. Doch ein Mensch ohne Makel, Fehler oder Lasten wird es langfristig verlernen, mit persönlichen und globalen Krisen umzugehen”, so Riehle. “Dass wir uns bemühen, das Leben künstlich zu beschneiden und evolutionäre Gegebenheiten zu verändern versuchen, offenbart eindrücklich: Uns fehlt die Gelassenheit, Ecken und Kanten zu akzeptieren und als Chance zu nutzen”.

Der ABiD-Sozialberater sagt aus eigener Erfahrung: “Zwar wird man heute als Mensch mit einer Behinderung dem ersten Anschein nach stärker in gesellschaftliche und politische Prozesse eingebunden und seltener schräg beäugt als in der Vergangenheit. Gleichzeitig nimmt man oft den Unterton des Mitgefühls wahr. Dabei haben wir das als vollwertige Teile unseres demokratischen Miteinanders überhaupt nicht nötig. Allerdings spiegelt diese Wahrnehmung auch den Beweggrund für die Ansinnen wider, Behinderung und Krankheit perspektivisch aus unserer Zivilisation verbannen zu wollen: Gerade Menschen ohne Behinderung glauben, ein Hiersein mit Beeinträchtigung wäre weniger lebenswert, anstrengend und müßig. In einer Atmosphäre von Spaß, Zügellosigkeit und Genuss wird ausgeblendet, dass eine Biografie neben den Höhen auch die Tiefen braucht, um in der Persönlichkeit wachsen zu können und Reifung zu erlangen. Wenn unser Besuch auf Erden nur dem Zweck von ‘Fun’ und Egomanie dienen soll, verkennen wir die Bedeutung jedweder Passion, deren Durchschreiten ein individueller Prozess des Erwachsenwerdens ist”.

Riehle führt abschließend aus: “Wer allerdings nie die heiße Herdplatte berührt hat, um Erkenntnis zu finden, wird ewig Kind bleiben und keine Selbstständigkeit erreichen. Und so dürften wir durch vermeintlichen Liberalismus, Fortschritt und Emanzipation in Wahrheit rückwärtsgehen und unsere Mündigkeit verlieren. Die ersten Anzeichen dieser Entwicklung sehen wir in den aktuellen Krisen: Uns mangelt es an Resilienz, Hürden zu meistern und mit Problemen adäquat umzugehen. Wir jammern auf hohem Niveau, weil wir es nicht mehr gewohnt sind, qualvolle Zeiten mit Widerstandskraft zu bewältigen. Menschen mit Behinderung meistern Epochen des Verzichts und der Entbehrung schon allein deshalb besser, weil ihnen Barrieren nicht fremd sind. Dass augenscheinlich Gesunde zunehmende Berührungsängste mit ihren gehandicapten Nächsten haben, unterstreicht sinnbildlich, dass alle Bemühungen um die Verdrängung des Leidens aus unserer Welt Hilflosigkeit offenbart. Statt Kinder mit einer möglichen Behinderung am Leben hindern zu wollen, weil wir uns anmaßen, zu beurteilen, was zumutbar ist oder nicht, obliegt uns die Verantwortung, Geschenktes in all seiner Pracht anzunehmen und es nicht auf eventuelle Abweichungen von der durch uns selbst formulierten Normalität zu reduzieren. Uns steht es ebenso nicht zu, Elend am Ende unserer Existenz vorzeitig zu beenden. Übergriffigkeit unter der Maßgabe, den Willen des Mitmenschen zu kennen, lässt Behinderung nicht obsolet werden. Sie beweist viel eher, dass Andersartigkeit ein Gewinn für die Humanität ist und trotz - und gerade wegen - ihrer Unhandlichkeit ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Pluralismus bleiben muss”.

Die Sozialberatung des ABiD ist für jeden Hilfesuchenden bundesweit kostenlos unter Mail: Soziales@ABiD-ev.de.

Dennis Riehle - 06:46:16 @ Soziales

Online-Familienzentrum berät Demenzkranke und ihre Angehörigen ehrenamtlich per Mail

Pressenotiz

Eine steigende Zahl von Menschen leidet in Deutschland an einer Demenz. Und mit der Erkrankung gehen nicht nur kognitive Veränderungen des Patienten einher. Auch psychisch, sozial und körperlich setzt sich ein Abbauprozess in Gang, der für viele Betroffene einen großen Leidensweg bedeutet. Aber nicht nur für sie: Besonders herausgefordert sind auch die pflegenden und betreuenden Angehörigen, die nicht selten große Schwierigkeiten haben, ihren Nächsten bei alltäglichen Dingen plötzlich unterstützen und Tätigkeiten übernehmen zu müssen, die ihr Familienmitglied das gesamte Leben bisher eigenverantwortlich und selbstständig ausführen konnte. Nicht zuletzt sind es Persönlichkeitsveränderungen, die die Liebsten vor immense Fragen stellen: Wie gehe ich mit plötzlichen Aggressionen um? Warum hat sich die Kommunikation mit meinem Gegenüber seit Beginn der dementiellen Erkrankung derart gewandelt? Und weshalb scheine ich ihn mit meiner Ansprache nicht mehr zu erreichen?

Diese Probleme sind typisch für den Umgang mit Menschen, deren Gedächtnisleistung langsam nachlässt und die sich anfangs ihrer eigenen Situation nur widerwillig stellen wollen. Gewohntes und Bewährtes ist auf einmal neu, Fähigkeiten und Fertigkeiten der bisherigen Routine stellen abrupt eine große Hürde dar. Und nicht zuletzt ist es die Sorge vor dem Verlust weiterer Merkmale und Eigenschaften, die das Ich bislang ausgemacht haben und nun langsam verblassen. „Demenzbegleitung ist eine anspruchsvolle und gleichsam zwischenmenschliche Aufgabe, die man nicht von jetzt auf gleich erlernen kann“, sagt der Psychosoziale Berater Dennis Riehle aus Konstanz, der seit Jahren ehrenamtlich in der Altenbetreuung aktiv ist und sich bereits vor einiger Zeit in den Bereichen Gerontologie und Altenbetreuung fortgebildet hat. „Wichtigste Maßnahme für nahestehende Personen ist es zunächst, die geschaffene Ist-Situation anzunehmen und zu begreifen, dass der Angehörige trotz aller Veränderungen Mensch bleiben wird“, meint der 37-Jährige, der sich aktuell zum Demenz-Berater qualifiziert hat und für Geduld wirbt: „Die Diagnose ist vielfach und verständlich ein Schock. Aber sie soll nicht ermutigen, den lebens- und liebenswerten Charakter des Nächsten zu hinterfragen“.

Denn oftmals könne dieser sich noch über lange Zeit seine typische Identität bewahren und dürfe nicht als Mangelobjekt gesehen oder bemitleidet werden: „Es soll Ansporn sein, nicht die Defizite des Angehörigen zu betrauern, sondern das noch Vorhandene zu fördern und zu genießen. Die betreuende Pflegeperson darf sich gleichermaßen vergegenwärtigen, dass sie zunächst in die neue Rolle hineinwachsen muss und deshalb auch nicht perfekt sein kann. Wir müssen uns diesbezüglich vor Überforderung und einer zu strengen Kritik an uns selbst schützen“, erläutert der Berater. „Das Verbalisieren und Interagieren mit meinem demenzkranken Gegenüber den sich wechselnden Gegebenheiten anzupassen, erfordert viel Ausdauer und darf keinesfalls dazu führen, dass wir unsere eigenen Bedürfnisse dabei vernachlässigen oder die Grenze von Kraft und mentaler Stärke überschreiten. Eigenfürsorge ist ein wesentliches Konzept in der Demenzbegleitung und muss denselben Stellenwert einnehmen wie die Pflege des Angehörigen“.

Letztlich müsse auch niemand allein die Situation bewerkstelligen: „Man darf sich nicht zu fein dafür sein, auf externe Hilfe und fachkundige Rückendeckung zurückzugreifen. Die Pflege des eigenen Familienmitglieds besteht am Ende auch darin, sich einen Pool an Unterstützungsmöglichkeiten zusammenzustellen – vom Sozialdienst über einen Arzt des Vertrauens bis hin zu einem psychologischen und emotionalen Halt, ob nun als Therapeut oder durch die beste Freundin. Man sollte die Lasten nicht nur auf den eigenen Schultern tragen, sondern sie durch die Inanspruchnahme der zahlreichen Entlastungsangebote mit Anderen teilen. Die Organisation der Pflege und Betreuung eines Demenzkranken stellt neben der eigentlichen Begleitung des Betroffenen die schwierigste Anforderung für Angehörige dar“, so Riehle, der insbesondere darauf verweist, dass es an noch mehr Edukation und Wissensvermittlung bedarf, damit sich Familienmitglieder ein Rüstzeug anlegen können: „Ob Pflegekurse, Selbsthilfegruppen oder Informationsveranstaltungen: Das Krankheitsbild der Demenz kennenzulernen, seine facettenreichen Gesichter und Auswirkungen zu erkennen und zu verstehen und nicht zuletzt sich selbst zu befähigen, Empathie zu bewahren und Nachsicht mit sich zu üben – solche Ansinnen sollten das Begleiten eines erkrankten Nächsten erleichtern“, führt der gelernte Coach fürsorglich aus.

Riehle will mit seinem Angebot der Anlaufstelle „FamilienKnäuel“ bundesweit kostenlos Demenz-Beratung leisten, die Tipps und Ratschläge für die Betreuung als Angehöriger oder Ehrenamtlicher vermittelt, daneben Fragen zum Umgang und der Bewältigung des Alltags beantwortet und seelsorgerlich durch die Krisen hindurchträgt: „Wir bieten keine Psychotherapie, sondern eine sehr niederschwellige Form der Begleitung. Die Mailberatung hat sich hierfür als geeignetes Mittel erwiesen und sie wird auch jetzt schon überaus rege genutzt“. Da Riehle auch in Sozialrecht und Rechtsfragen der Pflege zertifiziert ist, gibt er ebenso Auskunft über Sozialleistungen und Ansprüche gegenüber der Pflegekasse. Damit ist keine juristische Dienstleistung gemeint, sondern eine erste Orientierung, um sich mit grundlegender Information an die zuständigen Stellen wenden zu können, an die vermittelt wird. Abschließend führt der Konstanzer aus: „Demenz wird uns in den kommenden Jahren noch sehr viel stärker als bisher befassen. Gleichzeitig dürfte die Erkrankung aber mehr und mehr den Schrecken verlieren, weil wir durch Resilienz in der Lage sein werden, sie mit anderen Augen zu sehen und Betroffene nicht nur adäquater behandeln, sondern sie über lange Zeit als partizipierende und in Anspruch auf Würde und Respekt lebende Mitmenschen betrachten, die humorvoll, intelligent und selbstbewusst sind“.

Das Online-Familienzentrum mit Demenzberatung ist überregional für jeden unter Mail: info@familienknaeuel.de erreichbar.

Dennis Riehle - 06:45:22 @ Soziales

02.09.2022

Petition zu Maßnahmen gegen den wachsenden sozialen Unfrieden weitgehend erfolglos

Pressemitteilung
“Die Antwort des Bundesministeriums offenbart eine Ziellosigkeit der Ampel-Regierung”

Der Leiter der Psychosozialen Sprechstunde, Dennis Riehle, zeigt sich irritiert über die Antwort des Bundesfinanzministeriums auf seine Petition an den Deutschen Bundestag. Mit seiner Eingabe forderte der Sozialberater massive Entlastungen für Bedürftige angesichts der aktuellen Krisen und mahnte diesbezüglich auch eine Vermögens- und Übergewinnsteuer, aber auch eine mögliche Solidarabgabe der besonders Wohlhabenden an. Daneben forderte der 37-Jährige, den derzeit täglich etwa 20 Anfragen von Hilfesuchenden erreichen, die in akuten Finanznöten stecken und von Armut bedroht sind, Eingriffe in die Wirtschaft durch ein verstärktes Kartellrecht, Preisdeckelungen und Verstaatlichungen von Energieunternehmen. Gleichzeitig schlug er Maßnahmen zur Senkung der Inflation vor und bezweifelte, inwieweit die EZB ihrem Auftrag zur Herstellung von Preisstabilität ohne eine Intervention der beteiligten Euro-Mitgliedsstaaten gerecht wird.

“Die Auskunft des Ministeriums lässt mich daran zweifeln, ob die Ampel-Koalition die Dramatik der Situation überhaupt verstanden hat. Familien mit zwei Vollzeitverdienern müssen Essen rationieren. Rentner können nach 60 Jahren im gleichen Haus ihre Miete nicht mehr zahlen und wissen nicht, wie lange sie sich eine neue Wohnung leisten können. Und der Sozialhilfe-Empfänger wird bei der ‘Tafel’ abgewiesen, weil man dort keine weiteren Kunden mehr annehmen kann. Da machen sich Verzweiflung, Hilflosigkeit und Resignation breit. Sätze des Kanzlers, wonach wir uns alle unterhaken und Zusammenhalt üben, sind angesichts solcher Tatsachen zynisch. Und die Antwort auf unsere Petition zeigt, dass das Kabinett von der neoliberalen Dickköpfigkeit der FDP dominiert wird und nach deren ideologischer Pfeife tanzt. Da herrscht vollkommener Realitätsverlust - und die gegenseitige Blockade zwischen den Regierungsparteien führt zum Stillstand. Das zeigt das Schreiben des BMF deutlich, denn von dort kommen nur umschweifende Worte ohne konkrete Zusagen von Lösungen, obwohl wir Ansätze auf dem Tisch gelegt haben”, erklärt Riehle, der seit dem Beginn seines bundesweiten Projekts einer ehrenamtlichen Mailberatung bislang noch nicht derart viel Leid und Verzweiflung erlebt hat.

“Es wird eine Politik der kleinsten gemeinsamen Nenner gemacht. Kein Wunder, dass wir damit nicht vorankommen. Und ich bleibe dabei, dass sozialer Unfrieden in Deutschland Einzug halten wird, wenn wir jetzt nicht umgehend in die entgleisten Spekulationen der Großkonzerne eingreifen und deren Gebaren beschneiden. Bürokratie-Abbau für Transferleistungsempfänger, wiederholte Einmalzahlungen für Nicht-Steuerpflichtige und umfangreiche Ausweitung von ergänzenden Leistungen wie Wohn-, Mobilitäts- und Energiegeld - das ist das Mindeste. Wir brauchen spürbare Umverteilungen, Unternehmen mit überproportionalen Profiten, die nicht reinvestieren, müssen an die Kandare. Und daneben muss die Regierung dafür eintreten, Fachkräftemangel zu bekämpfen, Digitalisierung zu beschleunigen, Lieferketten wiederherzustellen und Unabhängigkeit in der Beschaffung von Ressourcen sicherzustellen”, fordert der Psychosoziale, Familien- und Integrationsberater.

Die Sprechstunde ist überregional für jeden kostenlos erreichbar über: beratung@psychosoziale-sprechstunde.de.

Dennis Riehle - 06:13:38 @ Soziales

29.08.2022

ABiD: Da geht es nicht um Wohlstandsverlust, sondern um Armut!

Pressemitteilung

Wirtschaftsweise warnen vor einem harten Winter und fürchten einen massiven Wohlstandsverlust. “Doch wo schon lange keine Rücklagen mehr gebildet werden konnten, ist auch nichts mehr da, was noch abgegeben werden kann”, meint der Sozialberater des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland, Dennis Riehle: “Es geht gerade bei kranken und behinderten Menschen, Langzeitarbeitslosen, Transferleistungsempfängern, Geringverdienern, vielen Alleinerziehenden, manchem Rentner und in zahlreichen Großfamilien um ihre Existenz. Da kann man keinen Wohlstand mehr opfern, weil es sich um das pure Dasein von morgen dreht. Deshalb befürchte ich keine Unruhen, weil der Millionär einige tausend Euro abstottern muss, sondern weil der Hartz IV-Empfängern die tägliche Essensration auf drei Euro senkt und die letzten Cent für einen Second-Hand-Pulli ausgibt, um in der kalten Wohnung nicht frieren zu müssen. Es ist dekadent, sich um den Wohlstand zu kümmern, wenn gleichzeitig immer mehr Mitglieder unserer Gesellschaft zahlungsunfähig werden”, so Riehle

Das Totschlagargument, eine Übergewinnsteuer lasse sich nicht ordentlich definieren, zieht nicht: “Für die Berechnung sollte der Gewinn des jeweiligen Unternehmens aus den Jahren 2019 bis 2021 gemittelt werden und der über dem Durchschnittsgewinn der zurückliegenden drei Kalenderjahre in 2022 liegende Gewinn mit einem Steuersatz abhängig von Größe, Wirtschaftskraft und Systemrelevanz des Betriebes gestaffelt mit einem Steuersatz zwischen 20 % und 80 % abgeschöpft werden”, meint der Sozialberater des ABiD. So könnte erreicht werden, dass Gewinne aus Krisengeschäften des laufenden Jahres verhältnismäßig und der jeweiligen Verfassung des Unternehmens angemessen besteuert werden.

Diese Mittel müssen sodann umverteilt werden, wobei weniger klientelpolitische Aspekte für den Empfang wiederkehrender Einmalzahlungen durch den Staat herangezogen werden sollten: “Viel eher muss die Verteilung der eingenommenen Steuergelder streng am Gesichtspunkt der Bedürftigkeit orientiert werden. Denn es gibt auch gut betuchte Rentner und Familien, gleichsam Einzelselbstständige nahe der Armutsgrenze. Es sollten also nicht pauschale Gruppen bedacht werden, sondern prinzipiell jeder Bürger, der seine finanzielle Not nachweisen kann. Gerade auch die nicht-steuerpflichtigen Sozialschwachen, zu denen auch viele behinderte und chronisch kranke Menschen mit einer minimalen Erwerbsminderungsrente oder Einkommen unter dem Grundfreibetrag gehören, müssen entlastet werden, beispielsweise über eine individuelle Erhöhung von Sozialhilfe, Wohngeld, Grundsicherung und Frührenten, ebenso, wie durch Auszahlungen gegenüber denen, die nicht bei den Sozialämtern, Jobcentern oder der Rentenversicherung erfasst sind, aber beispielsweise über die kommunalen Versorgungsämter erreicht werden könnten, wenn sie dort als behinderte Personen registriert wurden”.

Der ABiD-Sozialberater ruft die Politik dazu auf, nicht aus lobbyistischen Gründen länger dem Gießkannenprinzip zu verfallen, das weder punktgenau ist, noch in der Lage scheint, Gerechtigkeit herzustellen: “Es geht jetzt um die Wiederherstellung und Sicherung des sozialen Friedens. Da darf es nicht länger zu generellen Steuerentlastungen oder Anreizen für jeden Bürger kommen. Denn die Aufgabe der Regierung ist es, in der beginnenden Rezession soziale Hilfen am tatsächlichen Bedarf des Einzelnen zu skalieren und Steuerüberschüsse aus der Inflation daneben in Investitionen des Staates zu stecken, derzeit vor allem in Infrastruktur und Subventionen für die alternative Energieversorgung. Es kann dagegen nicht die Lösung sein, in den oberen Einkommensklassen Steuern unter dem Vorwand des Abbaus der Kalten Progression zu senken. Viel eher muss die Frage der Vermögenssteuer für Beträge oberhalb einer Million Euro neu diskutiert werden, beispielsweise als zunächst zeitlich begrenzte Sonderabgabe”, so Dennis Riehle abschließend.

Die Sozialberatung des ABiD ist für jeden Hilfesuchenden bundesweit kostenlos unter Mail: Soziales@ABiD-ev.de.

Dennis Riehle - 04:35:28 @ Soziales

Auch Hafeninfrastruktur muss behindertengerecht ausgebaut werden!

Presseinformation
Nach Ausschluss von Rollstuhlfahrern im Schiffsverkehr am Bodensee

Was haben der Klimawandel und Behinderungen miteinander zu tun? Rollstuhlfahrer haben die Zusammenhänge in diesem Jahr spüren können. An Flüssen und Gewässern konnten sie oftmals nicht mehr in Schiffen mitgenommen werden, weil die Pegel derart niedrig waren, dass Rampen in bedrohlichem Winkel standen. Auch am Bodensee mussten Menschen mit Gehbeeinträchtigung Nachteile in Kauf nehmen: Aus Sicherheitsgründen war ihnen der Zugang zu den Booten an verschiedenen Häfen verwehrt, wäre doch die Abschüssigkeit mit den Hilfsmitteln nicht zu bewältigen gewesen. Und dass solche Zustände in Zukunft öfter vorkommen dürften, dafür haben die niedrigen Wasserstände 2022 ein Vorzeichen gegeben.

Deshalb fordert der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland, dass auch die Infrastruktur an den Anlegestellen nachgebessert wird: „Wir investieren im Moment zwar vielerorts in Barrierefreiheit und bauen Hürden für Menschen mit Handicap ab. An die Häfen hat dabei aber kaum jemand gedacht“, macht der Konstanzer Sozialberater des ABiD, Dennis Riehle, deutlich. Eine Ausgrenzung gehbehinderter Passagiere im Schiffsbetrieb sei dauerhaft nicht hinnehmbar, erläuterte der 37-Jährige angesichts der wochenlangen Sperre für Rollstuhlfahrer an mehreren Häfen des Unter- und Obersees: „Es braucht eine Absenkung der Molen und Anlegestellen, entsprechend der Tendenz zu mehr Niedrigwasser“, so Riehle. Alternativ sei auch an mobile Erhöhungen der Schiffstüren zu denken, damit sich das Niveau zwischen Boot und Festland anpassen lasse und Rampen nicht mehr derart stark bergab führen müssten wie im Augenblick.

„Das muss eine Gemeinschaftsaufgabe des Staates und der Schiffsverkehrsbetriebe werden. Vergleichen wir das mit anderen Ländern, sind wir in erheblichem Verzug, weil wir den Fokus zu sehr auf Bahnhöfe und Bushaltestellen legen. Es besteht dringender Nachholbedarf in diesem Aspekt und wir können es uns als inkludierende und tolerante Gesellschaft nicht mehr leisten, Rollstuhlfahrer aufgrund sinkender Wasserstände von der Teilnahme an Bootsfahrten auf den Fließgewässern und Seen der Republik auszuschließen. Als hätten wir nicht gewusst, dass die heißeren Sommer zu tendenziell niedrigeren Pegeln führen, haben wir die Augen vor diesem Problem verschlossen, weil behinderten Menschen der zeitweilige Ausschluss von der Mitfahrt in Schiffen zuzumuten sei“, meint Riehle – und fügt abschließend an: „Das ist schlussendlich eine dekadente Haltung derjenigen ohne Handicap. Heute muss Barrierefreiheit nicht nur die zwingend notwendigen Lebensumwelt umfassen, sondern auch den Freizeitbereich. Es steht eben gerade den Nicht-Beeinträchtigten in keinerlei Weise zu, Prioritäten aus ihrer Sicht zu definieren. Stattdessen müssen unsere Bemühungen auch da ansetzen, wo sie aus Perspektive von Menschen ohne Behinderung weniger dringlich sind. Das gebietet der Respekt vor der Integration“.

Dennis Riehle - 04:34:23 @ Soziales

Psychosoziale Sprechstunde berät Arbeitnehmer und Arbeitslose

Pressenotiz

Welche Rechte hat mein Arbeitgeber, wenn ich längere Zeit oder wiederholt krank bin? Kann mich die Rentenversicherung zu einer Rehabilitationsmaßnahme oder zum Antrag auf Erwerbsminderungsrente zwingen, wenn ich meine Arbeitsleistung nicht mehr voll erbringe? Welche Mitspracherechte habe ich im Vorfeld einer Kündigung und wie muss ich mich in solch einem Fall gegenüber der Arbeitsagentur verhalten? Habe ich Anspruch auf Nachteilsausgleiche und einen barrierefreien Arbeitsplatz bei einer bestehenden oder im Verlauf des Beschäftigungsverhältnisses eintretenden Schwerbehinderung? Und wie bin ich denn eigentlich während der Elternzeit finanziell abgesichert? – Diese typischen Fragen aus dem Arbeits- und Sozialrecht befassen viele Arbeitnehmer täglich neu. Und oft nehmen Betroffene Einschränkungen durch den Arbeitgeber, fehlende Partizipation oder Bescheide von Behörden und Versicherung stillschweigend hin, weil sie sich gar nicht bewusst darüber sind, dass ihre Rechte beschnitten werden und Ansprüche bestehen, die vor Härten im Berufsalltag bewahren und Krisen abfedern können.

Dieser Überzeugung ist der Konstanzer Berater Dennis Riehle, der sich aktuell in Personalrecht fortgebildet hat und das Angebot seiner psychosozialen Sprechstunde nun entsprechend erweitern kann. Nachdem er bereits in Sozial-, Pflege-, Öffentlichem und Bürgerlichem Recht zertifiziert wurde, öffnet sich das Spektrum seiner Unterstützung jetzt auch um den breiten Bereich von personalrechtlichen Angelegenheiten: „Wir müssen heute nicht mehr alles hinnehmen, weil viele Gesetze den Arbeitenden  mittlerweile präventiv schützen und ihm eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung stellen, um eine Gleichbehandlung, Persönlichkeitsentwicklung und betriebliche Eingliederung im Beruf durchzusetzen und im Zweifel auch mit juristischen Mitteln geltend machen zu können“, so der 37-Jährige, der auch als Coach mit Schwerpunkt Stressbewältigung und Mobbing tätig ist.

Sein in Eigeninitiative gestartetes Projekt der ehrenamtlichen Mailberatung, die zwar keine Rechtsdienstleistung darstellt, allerdings eine erste Orientierung in sozialen Fragen sein kann, ist bundesweit aktiv und kann von jedem Ratsuchenden kostenlos in Anspruch genommen werden: „Häufig geht es um eine Darlegung grundsätzlicher Informationen zur Rechtslage, mentale Ermutigung oder die praktische Begleitung in einem Antrags- und Widerspruchsverfahren“, erklärt der Konstanzer und fügt an: „Nicht immer braucht es gleich eine anwaltliche Konsultation. Ohnehin sind viele Betroffene, die sich bei mir melden, sozial geschwächt und können die Kosten für umfangreiche Rechtsberatung nicht tragen. Dann kann die Auskunft unserer niederschwelligen Anlaufstelle ein Anfang sein, um sich zumindest Wissen und Kenntnisse anzueignen, wie es weitergehen kann und welche zusätzlichen Maßnahmen zu ergreifen sind. Ziel unserer Sprechstunde ist die Befähigung jedes Einzelnen zur eigenverantwortlichen und unterrichteten Persönlichkeit, die auch gegenüber dem Chef, Sozialversicherungsträgern und der kommunalen Verwaltung ihre Standpunkte und Positionen vertreten und gegebenenfalls Anrechte einholen kann“, sagt Riehle und schließt mit den Worten: „Wer sich alles gefallen lässt und Benachteiligungen in sich hineinfrisst, wird auf lange Sicht hin ausbrennen und hat die Chance verpasst, als mündiger Bürger die demokratischen Prinzipien des Rechtsstaats auszuschöpfen“.

Die Psychosoziale Sprechstunde ist über Mail: beratung@psychosoziale-sprechstunde.de für jeden kostenlos und überregional erreichbar.

Dennis Riehle - 04:30:42 @ Soziales

20.08.2022

Familienberater: Betreuung Demenzkranker bedarf Sensibilität und Geduld

Pressenotiz
Überforderung durch Schulungen und Entlastungsangebote frühzeitig vorbeugen!

Die Beratungsstelle „FamilienKnäuel“ sieht sich in Zeiten der weltweiten Krisen auch mit einer wachsenden Zahl an Anfragen pflegender Angehöriger konfrontiert, die die Betreuung ihrer Nächsten gerade unter dem Aspekt der ohnehin bestehenden Belastungen durch Teuerung, Pandemie mit Homeschooling und Home-Office, Energieknappheit oder inflationären Kosten oftmals nur noch schwer stemmen können. Wie der Leiter des ehrenamtlichen Angebots, Dennis Riehle, in einer aktuellen Aussendung mitteilt, seien gerade Kinder von demenzkranken Elternteilen mit der Pflege zunehmend überfordert und zeigten Anzeichen eines Ausgebranntseins und manifester Stressreaktionen: „Wenn in solch schwierigen Phasen der neuen Geschichte, welche uns allen viel abverlangen, plötzlich eine kognitive Störung bei Mutter oder Vater eintritt, wirft das den Alltag am Ende komplett durcheinander und die Orientierungslosigkeit der Töchter und Söhne steigt ins Unermessliche. Gerade, weil Kinder aus Gründen der Verantwortung ihre Eltern möglichst lange daheim pflegen möchten, stellen sie sich selbst nicht selten vor riesige Aufgaben und Ansprüche, die sie zumal dann nicht alleine leisten können, wenn sie mit dem hochkomplexen Bild einer Demenz bisher nicht vertraut waren und die aufkeimenden Wesensveränderungen, Gedächtnislücken, rückläufigen exekutiven Funktionen oder die mit dem Krankheitsbild einhergehenden psychischen Auffälligkeiten und die wachsende Unfähigkeit zur Alltagsplanung nicht richtig einordnen können“, erklärt der 37-jährige Seniorenberater, der in Gerontologie, Altenbetreuung und Rechtsfragen der Pflege zertifiziert ist und seit Jahren Betroffenen und ihren Angehörigen bei ihren Fragen per Mail zur Verfügung steht.

„Viele pflegende Familienangehörige haben allein das Bild der Alzheimer-Erkrankung vor Augen, wenn der Arzt die Diagnose einer Demenz gestellt hat. Dass es eine Vielzahl an Ausprägungen und unterschiedlichen Formen dementieller Syndrome gibt, die sehr verschieden verlaufen und individuell differenzierte Beeinträchtigungen mit sich bringen, ist ihnen oftmals unbekannt. Hier fehlt es eindeutig an Edukation und einer realistischen Klarstellung: Demenz ist zwar durch einen geistigen Leistungsabbau definiert und führt unweigerlich zu einem Nachlassen des Gedächtnisses. Verlauf und Prognose variieren aber ganz erheblich. Horrorszenarien sind deshalb kein guter Ratgeber, wenn man als nahestehende Person von einer solchen  Erkrankung in seinem eigenen Umfeld hört und sich vornimmt, den Betroffenen möglichst lange zuhause pflegen zu wollen. Stattdessen ist es von Beginn überaus ratsam, Selbsthilfeangebote und Schulungen in Anspruch zu nehmen, die von Pflegekassen, Volkshochschulen, Nachbarschaftshilfen, Sozialdiensten oder Gesundheitsämtern angeboten werden. Auch gibt es vielerorts Angehörigengruppen, in denen man Erfahrungen austauschen kann. Und nicht zuletzt haben pflegende Angehörige Ansprüche auf Entlastungen im Alltag und bei Verhinderung. Ob das nun die stundenweise Betreuung durch ein Demenz-Café, eine Kurzzeitpflege oder das Inanspruchnehmen von Pflegekursen ist – Angehörige sollten solche Hilfen selbstbewusst nutzen, um sich vor Überforderung und Burnout zu schützen. Letztlich bringt es niemandem etwas, wenn man sich selbst bei der Pflege aufgibt. Eigenfürsorge, Geduld und Sensibilität können erlernt werden – ebenso die Grenzziehung, wenn man letztendlich erkennt, wonach es zu Hause mit ambulanter Pflege trotz Unterstützung durch einen niederschwelligen Dienst einfach nicht mehr geht. Niemand muss sich für die Entscheidung schämen oder entschuldigen, Pflegebedürftige irgendwann ins Heim zu geben“.

Die Beratungsstelle „FamilienKnäuel“ ist bundesweit kostenlos für alle per Mail erreichbar: info@familienknaeuel.de.

Dennis Riehle - 06:37:28 @ Soziales

Psychosoziale Sprechstunde: Im Mai, Juni und Juli 130 Prozent mehr Hilfsanfragen

Pressenotiz
„Die Ampel-Politiker machen sich aktuell eines historischen Versäumnisses schuldig“

Die Psychosoziale Sprechstunde Konstanz, das bundesweit ehrenamtliche Angebot zur psychologischen, sozialen, familiären und integrativen Beratung, hat in den Monaten Mai, Juni und Juli 2022 um 130 Prozent mehr Hilfsanfragen erhalten als in den drei Monaten zuvor. Dies erklärte der Leiter dieser freiwilligen Dienstleistung, Dennis Riehle, in einer aktuellen Stellungnahme. „Wir haben insbesondere im Blick auf Unterstützung bei der Beantragung von Grundsicherungsleistungen nach Hartz IV und Sozialhilfe bei Erwerbsminderung, im Alter und in besonderen Lebenslagen besonderen Bedarf der Menschen in einer durch Teuerung und Knappheit geprägten Zeit des Krieges. Auch die Frage nach Wohngeld und Hilfen für die hohen Energiepreise stehen bei der Beratung ganz im Vordergrund. Dabei lesen wir von teils dramatischen Szenen: Menschen rationieren ihr tägliches Essen und duschen nur noch mit kaltem Wasser. Kinder können nicht mehr an Ausflügen teilnehmen, weil den Familien das Geld dazu fehlt. Und selbst in der Mittelschicht werden Urlaube abgesagt, das Autofahren eingeschränkt und Ventilatoren abgeschaltet. Wir erhalten Unmengen an Zuschriften von Personen in allen Altersschichten und verschiedenen sozialen Klientels, die Rechnungen nicht mehr begleichen können, erstmals im Leben Schulden machen müssen und teilweise nicht mehr in der Lage sind, ein soziokulturelles Existenzminimum für sich und die Angehörigen sicherstellen zu können – obwohl nicht selten sogar beide Elternteile arbeiten gehen und an allen Orten Verzicht geübt wird“, untermauert Riehle seine Erfahrungen in der Beratung der letzten Tage.

„Man merkt zudem eine wachsende Resignation und einen Unmut gegenüber der Politik. Die Anstrengungen der Ampel-Koalition werden von vielen Bürgern als vollkommen unzureichend und ungerecht angesehen. Zweifelsohne wachsen die Vorzeichen für eine gesellschaftliche Spaltung gerade sehr und die Gefahr für eine wachsende Polarisierung an den Rändern steigt an. Insofern ist die Untätigkeit angesichts der außergewöhnlichen Situation, welche gerade die FDP durch ihre Blockadehaltung gegenüber mehr sozialen Ausgleichs einnimmt, für viele Bevölkerungsteile nicht mehr verständlich. Schuldnerberatungen haben immensen Zulauf – und auch bei unserer Sprechstunde spielen sich beschämende Szenen ab“, kommentiert Riehle hierzu. „Wenn Personen bei den Tafeln abgewiesen werden, weil nicht mehr genügend Nahrungsmittel zur Verteilung stehen und die Rente nicht ausreicht, drei Mahlzeiten am Tag zu garantieren, dann komme ich mir vor wie in einer Bananenrepublik – und nicht wie in einem der reichsten Industrieländer“, sagt der 37-Jährige, der auch beobachtet, dass die Knappheit Menschen an ihre psychischen Belastungsgrenzen bringt: „Zukunftsängste und Stress sind momentan die häufigsten Seelenprobleme, mit denen sich Bürger bei mir melden. Und das ist ganz verständlich, wenn man ihre Not objektiv ansieht“.

Die Hilfestellung der Psychosozialen Sprechstunde liegt einerseits in ganz praktischen Empfehlungen für die Inanspruchnahme weiterer Sozialleistungen und Unterstützungen durch die öffentliche Hand: „Hier vermitteln wir an die passenden Stellen, helfen bei Antragsstellung und etwaigem Widerspruch, gleichsam aber auch bei der Suche nach einem zuständigen Ansprechpartner bei Schulden und drohender Wohnungslosigkeit oder Energieabschaltung. Ebenfalls bieten wir eine Übersicht über Anrechte, die Menschen bei Bedürftigkeit haben. Der Verweis an Selbsthilfegruppen gehört ebenso dazu wie die durchtragende Seelsorge und stützende Ermutigung. Wir geben Alltagstipps zum Sparen und versuchen, für den Einzelnen ein Konzept zur eigenen Existenzsicherung zu erarbeiten. Schlussendlich kann man bei uns einfach auch nur die Sorgen niederschreiben, das hilft oft schon ein Stück weiter“. Riehle sieht erheblichen Handlungsbedarf bei der Politik, die sich nach Meinung des Sozialberaters derzeit eher um das Überleben der Unternehmen anstatt der Bürger kümmert: „Sicherlich kann der Staat nicht alles auffangen. Aber er hat die Pflicht, Umverteilung zu betreiben, Gerechtigkeit zu üben und diejenigen in Verantwortung zu nehmen, die aus der Krise überproportional profitieren. Derzeit macht sich die Politik zum Anwalt der Reichen“, echauffiert sich Riehle und schließt mit den Worten: „Wer in einer der prekärsten Stunden unserer Geschichte die Schuldenbremse einhalten und dafür viele Menschen frierend, hungernd und obdachlos zurücklassen will, bricht seinen Eid und macht sich eines historischen Versäumnisses schuldig“.

Die Psychosoziale Sprechstunde ist bundesweit kostenlos für jeden per Mail erreichbar: beratung@psychosoziale-sprechstunde.de.

Dennis Riehle - 06:36:38 @ Soziales

22.07.2022

Beratungsstelle „FamilienKnäuel“: Krisen der Zeit fordern insbesondere pflegende Angehörige heraus

Pressemitteilung
Zahl der Hilfsgesuche steigt zuletzt stark an

„Die Zahl an hilfesuchenden Angehörigen, die einen nahen Verwandten pflegen und betreuen, hat in den vergangenen Monaten dramatisch zugenommen!“ – Mit dieser Aussage macht die Konstanzer Beratungsstelle „FamilienKnäuel“ auf eine deutlich steigende Belastung aufmerksam, die besonders Töchter und Söhne von demenzkranken Vätern und Müttern erleben. Wie der Leiter des ehrenamtlichen Angebots, Dennis Riehle, in seiner Stellungnahme beschreibt, kommen immer mehr Familien durch die vielschichtigen Herausforderungen dieser Zeit zunehmend in Bedrängnis: „Wachsende Ausgaben aufgrund der Teuerungsspirale, Corona-Infektionen zuhause und im Job oder die durch Home-Office gestiegenen Anforderungen zur Organisation und Trennung von Arbeit und Beruf im eigenen Haushalt stellen die Menschen vor eine Welle an Anpassungen, die gerade dann extrem hoch zu sein scheint, wenn ein Familienmitglied pflegebedürftig ist und gegebenenfalls durch psychisch-kognitive und/oder physische Erkrankung eines besonders großen Aufwands an Betreuung und Begleitung im Alltag bedarf“, erklärt der 37-Jährige, der als Psychosozialer-, Familien- und Integrationsberater ausgebildet ist. „Wir können bei unserer Mailberatung von wachsender Überforderung lesen, die sich in Erschöpfung und Perspektivlosigkeit äußert. Zahlreichen pflegenden Angehörigen, aber auch Eltern von kranken oder behinderten Kindern ist die Bewältigung der täglichen Problemen mittlerweile zu viel und sie äußern eine wachsende Desorientierung“, so Riehle, der in Gerontologie zertifiziert und auch in Altenbetreuung sowie Seniorenberatung qualifiziert ist. „Der eigene Anspruch, die eigenen Angehörigen daheim betreuen zu wollen, ist ein hehres Anliegen und aus meiner Sicht überaus verständlich. Allerdings müssen auch Pflegepersonen auf Selbstfürsorge achten. Denn es nutzt niemandem, wenn sie ihre eigenen Kräfte und Grenzen überschreiten und irgendwann kollabieren“.

Riehle rät deshalb zu einer stetigen Reflexion: „Die Anzeichen für ein Ausgebranntsein müssen ernstgenommen werden. Gerade eine spürbare Lustlosigkeit oder Interessenlosigkeit, Tagesmüdigkeit, sozialer Rückzug oder das Gefühl, nur noch im Hamsterrad zu agieren, sind mögliche Warnzeichen für gestresste Angehörige, die sich in der Verantwortung sehen und diese nur schlecht abgeben können. Obwohl die Anforderungen steigen, beispielsweise durch eine fortschreitende Demenzerkrankung, geistigen und körperlichen Abbauprozess oder eine Depersonalisierung des zu pflegenden Angehörigen, empfinden viele Pflegepersonen Schuldgefühle, wenn sie daran denken, ihre Liebsten in stationäre Betreuung zu übergeben. Zudem wissen viele Betreuende nicht, dass auch die Mischung aus eigener Pflege und Hinzuziehung eines ambulanten Sozialdienstes möglich ist. Das zeitgleiche Inanspruchnehmen von Pflegegeld und Pflegesachleistungen ist ausdrücklich vorgesehen und sollte genutzt werden!“, meint Dennis Riehle, der auch empfiehlt, die Bewältigung des eigenen Tagesablaufs bei Bedarf mithilfe einer verhaltenstherapeutischen Kurzzeittherapie oder psychologischen Beratung zu sortieren: „Hierfür gibt es gute Gründe, denn es braucht manchmal den Blick von außen auf die verfahrene Situation zuhause, die man selbst vielleicht nicht zu erkennen vermag. Und es ist auch keinesfalls ein Beinbruch, einen Urlaub oder eine Auszeit zu nutzen. Hierfür stehen im Zweifel tagespflegerische Angebote zur Verfügung, wenn die Pflegeperson eine Pause benötigt und die heimische Betreuung bei ihrer Abwesenheit nicht anderweitig geregelt werden kann. Die komplexen Herausforderungen einer dementiellen Erkrankung sind Angehörigen zu Beginn oft nicht bewusst und sie überschätzen sich im Umgang damit. Insofern lohnt es sich auch, an Schulungen oder Vorträgen teilzunehmen, um sich mit dem Krankheitsbild und den daraus resultierenden Verhaltensweisen des Nächsten zu befassen. Schlussendlich sollte niemand zögern, die unterschiedlichen Hilfsangebote zu nutzen. Auch wir unterstützen mit unserem ehrenamtlichen Beratungsangebot“, so Riehle abschließend.

Die Familienberatung „FamilienKnäuel“ kann unter der Mail-Adresse info@familienknauel.de bundesweit kostenlos in Anspruch genommen werden. Mehr auf www.familienknauel.de.

Dennis Riehle - 07:08:41 @ Soziales

23.06.2022

„Auch Jüngere mit Handicap sollten einen Schwerbehindertenausweis beantragen!“

Pressemitteilung 
des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland e.V.

Gemäß einer aktuellen Statistik hat nahezu jeder zehnte Deutsche einen Schwerbehindertenausweis und damit eine Behinderung mit einem Grad von mindestens 50. Allerdings handelt es sich bei der überwiegenden Mehrheit der Personen um Menschen aus der Altersklasse über 75. Dabei hätten auch viele Jüngeren Anspruch auf entsprechende Nachteilsausgleiche und die Feststellung einer Behinderteneigenschaft, schämen sich nach Ansicht des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland aber vor der Antragsstellung, gerade, weil sie sich am Arbeitsplatz vor einer etwaigen Schlechterstellung fürchten.

Deshalb ermutigt der Sozialberater des ABiD e.V., Dennis Riehle: „Die Ängste vor dem Schritt zur Beantragung eines solchen Schwerbehindertenausweises sind weitgehend unbegründet und sollten daher niemanden davon abhalten, die eigenen Rechte in Anspruch zu nehmen“, erklärt der 37-Jährige, der selbst im Besitz dieses Dokuments ist. „Gerade im Job kann der Ausweis mögliche Forderungen nach Mehrurlaub, bevorzugter Einstellung, Hilfsmitteln oder einem verbesserten Kündigungsschutz begründen und ist damit in den allermeisten Fällen eher ein Türöffner, statt ein Bremser“. Dennis Riehle verweist darauf, dass auch bei einer bestehenden Behinderung mit einem geringeren Grad als 50 eine Gleichstellung mit einem Schwerbehinderten im Arbeitsrecht möglich ist und sich deshalb ein entsprechender Antrag für jeden Menschen mit einem Handicap lohnt: „Denn leidglich für die fiktive Konstellation, wonach die Schwerbehinderung zu erheblichen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz oder zum Umstand führt, dass der Betroffene gewisse Tätigkeiten aufgrund der Behinderung nicht ausführen kann oder darf, ist die Offenlegung der Schwerbehinderung gegenüber dem Arbeitgeber vonnöten. Für alle anderen Arbeitnehmer kann der Ausweis dagegen nur Vorteile bringen und muss dann auch nicht im Beruf kenntlich gemacht werden. Viel eher ist eben auch nur die Inanspruchnahme von steuerlichen Entlastungen denkbar – und dann hat die Schwerbehinderung den Chef überhaupt nicht zu interessieren“, so Riehle.

Die Antragsstellung erfolgt in der Regel beim Versorgungsamt des zuständigen Stadt- oder Landkreises und ist mit den entsprechenden, im Internet auffindbaren, Formularen möglich. In der Mehrheit der Fälle wird nach Aktenlage entschieden. Das heißt, die Behörde fordert von den behandelnden Ärzten entsprechende Befundberichte an und urteilt auf der Basis dieser Attestierungen innerhalb von zumeist drei bis vier Monaten. Eine Schwerbehinderung ist bei chronischen Erkrankungen, die länger als ein halbes Jahr andauern, anzunehmen. Schlussendlich stellt das Amt einen Grad der Behinderung (GdB) zwischen 0 und 100 fest. Gemäß dieser Einstufung können dann verschiedene Nachteilsausgleiche genutzt werden. Bei besonderen Fällen ist daneben auch die Feststellung zusätzlicher Merkzeichen angezeigt, beispielsweise bei stark eingeschränkter Gehfähigkeit oder bestehender Hilflosigkeit.

Kostenlose Sozialberatung zum Thema leistet der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland e.V. bundesweit per Mail unter der Adresse: soziales@abid-ev.de.

Dennis Riehle - 07:30:53 @ Soziales

30.04.2022

Sorge um die Sicherung des Lebensunterhalts treibt Menschen in Depression!

Pressemitteilung

Die Psychosoziale Sprechstunde in Konstanz berichtet von einer wachsenden Zahl an Hilfesuchenden, die aufgrund der massiv gestiegenen Preise in existenzielle Krisen geraten und nicht einmal mehr das Nötigste bezahlen können. Wie der Leiter des ehrenamtlichen Angebots, Dennis Riehle, angesichts dieser wachsenden Problematik berichtet, melden sich täglich mehrere Menschen bei ihm, die angesichts der Inflation zu massiven Einschnitten in der Alltagsführung bereit sein müssen. Denn oftmals fressen die Energiepreise selbst das Budget für die Lebensmittel auf.

„Das trifft vor allem Personen, die bereits in der Vergangenheit Sozialleistungen erhalten haben. Immer öfter finden sich in den uns zugetragenen Erfahrungsberichten aber auch Bürger, die bislang der Mittelschicht angehörten. Sie sind innerhalb von Wochen auf die Inanspruchnahme von den ‚Tafeln‘ abhängig geworden und sparen an allen Ecken und Enden“, so der 36-jährige, der als Psychologischer, Sozial- und Integrationsberater ausgebildet ist und die unentgeltliche Dienstleistung mittlerweile seit zwei Jahren anbietet. „Wenn Menschen in kurzer Zeit erkennen müssen, wonach ihr bisher ausreichendes Einkommen oder eine ansehnliche Rente dahinschmelzen und jeder Cent im Supermarkt umgedreht wird, entfachen hier nicht selten Zukunftssorgen um das eigene Dasein, die in manifeste Ängste und Depressionen übergehen können“.

Entsprechend rät Riehle vielen Anfragenden, einen Überblick herzustellen: „Auch wenn es für alle schwierig ist, die bisher nicht zu sehr auf die Preise achten und entsprechende Angebote beim Einkaufen berücksichtigen mussten, kann es jetzt durchaus sinnvoll sein, nach Schnäppchen zu suchen und gegebenenfalls auch die Ernährung auf Produkte anzupassen, die derzeit nicht zu stark von der Teuerung betroffen sind. Zugleich gilt es aber, vor allem in den Lebensbereichen kürzer zu treten, die nicht die unmittelbare Daseinsvorsorge betreffen. Kann ich gegebenenfalls auf ein anderes Verkehrsmittel umsteigen? Lassen sich Fahrten durch eine Videokonferenz ersetzen? Sind verschiebbare Reisen dabei? Und nicht zuletzt auch: Welches Potenzial besteht beim Energiereduzieren?“, so Riehle, der unterstreicht: „Nein, wir müssen nicht in der kalten Wohnung hausen. Allerdings kann schon jedes einzelne Grad beim Heizen, Duschen oder Kochen einen Beitrag leisten. Damit üben wir nicht nur eine innovative und nachhaltige Lebensführung im Angesicht der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, sondern betreiben verkraftbares Ressourcenschonen, welches sich nicht zuletzt im Geldbeutel sichtbar macht“. Der Berater regt aber auch an, aus der Angst- und Depressionsspirale zu entbrechen.

„Das ist nicht einfach, zumal die Bedenken ja real sind. Es handelt sich also hierbei nicht um fiktive Sorgen, sondern sie sind allgegenwärtig. Insofern bedeutet diese Tatsache auch, dass wir uns mit mancher Gegebenheit abfinden müssen – nicht allerdings, ohne stets in der Aktivität zu bleiben und damit die Ängste keinesfalls überhand gewinnen zu lassen. Ein Tipp ist vor allem, sich darüber zu informieren, ob es für die eigene Situation nicht sogar Anspruch auf Leistungen des Staates gibt. Ich weiß zwar, dass sich kaum jemand von ihm abhängig machen will und sich vor dem Gang zum Sozialamt schämt. Aber die große Zahl an Bedürftigen im Land macht deutlich: Dieser Umstand ist nicht außergewöhnlich, stattdessen bestehen in einem Sozialstaat berechtigte Anrechte auf Unterstützung durch die Solidargemeinschaft. Denn wir wissen sehr deutlich, dass von der momentanen Situation zahlreiche Menschen profitieren. Sie sind in der Verantwortung, für diejenigen einzustehen, die jetzt von Armut und Ausgrenzung bedroht sind. Ich möchte mich nicht explizit in die politische Debatte einmischen. Nach meinem Verständnis hätte die Bundesregierung aber deutlich mehr fiskalische Möglichkeiten, um der derzeitigen Lage entgegenzuwirken. Das beginnt bei der Erhebung von möglichen Vermögenssteuern, über veränderte Staffelung der Einkommenssteuer, Senkung der Verbrauchssteuern, Erhöhung der Sozialausgaben, Anpassung von Lohnuntergrenzen bis zum Hinarbeiten auf eine Anhebung von Zinsen durch die Zentralbanken“, erläutert Riehle diesbezüglich.

Abschließend führt er aus, dass sich Menschen in psychosozialen Fragen kostenlos an seine Mailberatung wenden können und dort eine erste Orientierung zu Anliegen wie den Voraussetzungen zum Erhalt von möglichen Sozialleistungen, Alltagstipps bei einem klammen Geldbeutel, Ernährungsberatung, Vermittlung an Hilfsangebote zur sozialen Integration oder an Anlaufstellen für Menschen in prekären Lebenslagen, psychologische und seelsorgerliche Beratung, Verhaltenstipps bei Ängsten, Nachhaltigkeitsberatung oder mentales Training bekommen. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Beratung keine Rechtsdienstleistung darstellt, Haftung ist ausgeschlossen. Auch dient sie lediglich als Ergänzung und ist kein Ersatz für ärztliche oder therapeutische Maßnahmen. Datenschutz und Verschwiegenheit werden zugesichert. Insbesondere richtet sich das Angebot auch an geflüchtete Menschen. Dennis Riehle ist in Interkultureller Kommunikation und als Flüchtlingshelfer geschult und kann aufgrund seiner Zertifizierung im Sozialrecht auch in solchen Problemlagen mit der Mailberatung entsprechend unterstützen.

Jeder Bürger kann sich – auch überregional – bei Dennis Riehle unter beratung@psychosoziale-sprechstunde.de melden.

Dennis Riehle - 07:15:12 @ Soziales

22.03.2022

Familienknäuel Konstanz: Pandemie-Folgen und Kriegsbilder stürzen Familien in große Herausforderungen

Pressenotiz

Die Online-Familienberatung „FamilienKnäuel“ in Konstanz verzeichnet seit Ausbruch des Ukraine-Krieges sprunghaft angestiegene Zahlen an Hilfesuchenden aus unterschiedlichsten Familienkonstellationen. Wie der Leiter des ehrenamtlichen Angebots, Dennis Riehle, in einer Stellungnahme ausführt und darlegt, habe sich das Anfrageaufkommen in den vergangenen drei Wochen vervierfacht: „Darunter sind Müttern und Väter, die nicht wissen und überfordert sind, wie sie ihren Kindern die Bilder des gewaltsamen Konflikts in Europa erklären sollen. Gleichzeitig beklagen gerade auch Alleinerziehende eine deutliche Überlastung, einerseits die Pandemie-Folgen mit Homeoffice und ‘Distance-Learning’ abzubauen – und parallel Ängste der Kleinsten vor einer Eskalation des Russlandfeldzuges zu nehmen“, sagt Riehle, der als Fachkraft für Familienzentren, als Integrationsberater und Psychologischer Berater mit einer Weiterbildung im Bereich Traumata qualifiziert ist. „Oftmals hilft in solchen Situationen der Rat, einerseits die Sorgen ernst zu nehmen und die Situation kindgerecht zu erklären. Andererseits ist es wichtig, den Konsum von Informationen aus dem Kriegsgebiet zum eigenen und zum Schutz der Kinder zu begrenzen“.

„Natürlich sollen und können wir sie nicht vor der Realität abschirmen. Und zu einem gewissen Maß gehört es auch zu einer verantwortungsvollen Beziehung, sie nicht ständig der Wirklichkeit zu entziehen. Gleichsam tut es aber auch uns selbst gut, Abwechslung in den Alltag zu bringen. Durch Ablenkung und Aktivität kann es gelingen, den Fokus zurück in unser Dasein zu lenken. Denn auch wenn die militärischen Auseinandersetzungen auf unserem Kontinent stattfinden, können wir uns weiterhin in Sicherheit wiegen. Um dies zu unterstreichen und unsere Zweifel daran zu zerstreuen, hilft es sicherlich, sich den Nachrichten und Experteneinschätzungen aus seriöser Quelle zu bedienen und nicht allein den sozialen Medien zu vertrauen, in denen sowohl ukrainische wie russische Propaganda zu einem inflationären Umgang mit Superlativen wie dem Dritten Weltkrieg führen. Es ist wichtig, dass wir kognitiv arbeiten und unsere aufgeschreckten Seelen durch Rationalität auf den Boden unserer Tatsachen in Deutschland zurückzuholen. Diese Sicherheit dann auch an die Kinder zu vermitteln, diese Anforderung stellt sich Familien ungemein. Sofern man emotional eng mit den Menschen in der Ukraine verbunden ist, kann man gleichsam durch die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Hilfestellung dazu beitragen, die eigene Beklemmung in Aktion umzumünzen. Ob es durch eine Spende ist, durch ein ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge und freiwilliges Tun in einem Helferkreis, aber auch durch das Setzen von Zeichen und Symbolen im eigenen „Facebook“- oder „Whatsapp“-Account und auf der persönlichen Homepage: Alles ist besser als Passivität!“, sagt Riehle mit Blick auf die Erstarrung vieler Menschen.

Er rät darüber hinaus, die frühlingshafte Zeit und die Sonnenstrahlen für Aufenthalte im Freien zu nutzen: „Wir müssen kein schlechtes Gewissen haben, wenn wir es uns hier gutgehenlassen. Zwar ist stets Respekt und Demut vor dem Leid in der Ukraine angebracht. Aber es hilft dort niemandem, wenn auch wir uns psychisch kaputtmachen“, so Riehle. Gleichzeitig ermutigt er auch, die wärmeren Temperaturen und die damit erwartbaren Rückgänge bei den Corona-Infektionen zum Durchatmen heranzuziehen und sich wieder ein Stück mehr Freiheit zu gönnen: „Nach diesem entbehrlichen Winter ist es allzu menschlich und für unseren Organismus und unser seelisches Wohlergehen von immenser Bedeutung, den Anschluss an die Normalität zurückzugewinnen. Wir sind als menschliche Wesen nicht darauf ausgerichtet, in ständiger sozialer Isolation zu leben und uns zu kasteien. Daher bieten sich das Zusammenkommen der Omikron-Variante mit milderen Krankheitsverläufen und der erwartbare Rückgang der Inzidenzen an, unter Wahrung von Mindestabständen und Maskenpflicht in eine Gewohnheit überzugehen, wie wir sie aus vorpandemischen Zeiten kannten. Denn auch Corona wird nicht ewig andauern. Deshalb dürfen wir es nicht verlernen, wie eine geeignete Psychohygiene aussieht – und sie fußt vor allem auf Routine, Nähe und Vielseitigkeit bei der Alltagsgestaltung“, sagt der erfahrene Berater – und bietet weiterhin Mail-Beratung für Familien an. Sie können sich überregional und kostenfrei an info@familienknaeuel.de wenden. Datenschutz und Verschwiegenheit werden gewährleistet. Nähere Informationen zu den Bereichen, zu denen Auskunft möglich ist, finden sich auf der www.familienknaeuel.de.

Dennis Riehle - 06:23:32 @ Soziales

11.01.2022

ver.di in allen Lebenslagen? Ich habe Anderes erlebt…

Pressemitteilung

Der Konstanzer Dennis Riehle, der aufgrund einer gesundheitsbedingten Erwerbsunfähigkeit seit drei Jahren nicht mehr arbeiten kann, ist ein rundum sozialer Mensch. Er engagiert sich in der Psychosozialen Beratung, in Menschenrechtsorganisationen, parteilich und weltanschaulich.

Und nicht zuletzt ist er auch Mitglied in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), nachdem er auch darin einen Ort gesehen hat, an dem mit Beschäftigten in allen Lebenslagen fair und anerkennend umgegangen wird – auch dann, wenn sie aus dem Berufsleben ausgeschieden sind und sich trotzdem weiterhin für den Gedanken des Zusammenschlusses der arbeitenden Klasse einsetzen möchten. Deshalb war es Riehle auch ein Anliegen, sich in den Reihen von ver.di für die Anliegen von erwerbslosen Menschen einzubringen – doch er ist damit gescheitert.

„Es wirkt auf mich überaus befremdlich, dass ich offenbar aufgrund meiner Erwerbsminderung von einer Fachgruppe zur nächsten verwiesen wurde. Als gelernter Journalist und Psychologischer Berater habe ich sowohl im Arbeitskreis zu Kultur und Medien, aber auch in jedem zu Gesundheit und Sozialpolitik eine Abfuhr erhalten. Mit meiner derzeitigen Lebenssituation passe ich nicht in deren Portfolio, teilte man mir mit. Und so bin ich von einem Kontakt zum anderen verschoben, doch letztlich in keinem der Fachkreise aufgenommen worden. Und das wiederholte Angebot, mich ehrenamtlich mit meinen Erfahren in der Sozialberatung engagieren zu wollen, liegt bei ver.di weiterhin in der Schublade. Schlussendlich muss man sagen: Da wollte mich niemand!“.

Für Riehle ist diese Erkenntnis bitter, denn er hatte damit gerechnet, dass eine Gewerkschaft auch gerade dann zu den Menschen steht, wenn sie sich in prekären Alltagssituationen befinden, beispielsweise krank oder behindert sind. Doch offenbar hat sich der 36-Jährige getäuscht: „Teilweise glich die Abweisung schon einem strukturierten Mobbing. Ich weiß nicht, ob ich damit der Einzige bin, der solch etwas innerhalb von ver.di erlebt hat. Aber erstaunlich ist es für eine der seit längstem bestehenden Bewegungen für sozial Schwache schon, dass man gerade für diejenigen keinen Platz sieht, die derzeit nicht arbeiten können. Da schwingt schon ein gewisser neoliberaler Hauch mit, den ich eigentlich von einer Gewerkschaft so nicht vor Augen habe“.

Riehle hat sich nach Aussagen wie „Da wenden Sie sich besser an einen anderen Fachbereich“, „Leider besteht für ehrenamtliches Engagement bei uns kein Bedarf“ oder „Das ist mit ihrem Lebenslauf durchaus schwierig, bei uns unterzukommen“ nun letztlich dazu entschlossen, Mitgliedschaft und Engagement für ver.di auf den Prüfstand zu stellen: „Ich empfinde die Erlebnisse in der Gewerkschaft durchaus als diskriminierend. Natürlich verstehe ich, dass sie sich in erster Linie für Menschen einsetzt, die im Arbeitsleben stehen. Eigentlich war ich aber doch davon ausgegangen, dass über solch einer geschichtsträchtigen Organisation und einem Gedankengut, dass schon Jahrhunderte überlebt und sich stets an alle gerichtet hat, die es im Beruf nicht immer leicht hatten und um ihre Rechte kämpfen mussten, ein gewisser Geist der Solidarität schwebt. Ich habe ihn leider nicht zu spüren bekommen, ganz im Gegenteil“.

Dennis Riehle - 05:58:31 @ Soziales