Dennis Riehle

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Mein Motto: Ich denke quer, bin deshalb aber noch lange kein Querdenker!


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an dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, in meinem Blog von mir verfasste Texte zu lesen. Darunter finden sich Pressemitteilungen, Leserbriefe und Standpunkte zu Themen der Zeit, kritische Stellungnahmen zu gesellschaftlichen Entwicklungen sowie soziale und politische Meinungsbeiträge, die nicht den Anspruch erheben, in jedem Fall dem "Mainstream" zu entsprechen. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie manche Beiträge nachdenklich machen oder gar Ihre eigene Gegendarstellung provozieren. Gerne können Sie mir deshalb auch Ihr Feedback unter Mail: Riehle@Riehle-Dennis.de zukommen lassen. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!


Ihr Dennis Riehle


V.i.S.d.P. für diesen Blog:

Dennis Riehle

Martin-Schleyer-Str. 27

78465 Konstanz

Mail: Riehle@Riehle-Dennis.de



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25.03.2022

Franziskus zwischen den Stühlen…

Leserbrief
zu: „Marienweihe für den Frieden“, „Die Tagespost“ vom 24.03.2022

Die Zeichen aus dem Vatikan angesichts des Krieges sind ambivalent. Während ich die deutliche Kritik von Papst Franziskus an der Ankündigung zahlreicher Staaten, ihre Verteidigungsausgaben erhöhen zu wollen, uneingeschränkt unterstütze, irritiert das von ihm angestrebte Gebet zur Weihung der Ukraine und Russlands mit dem „Unbefleckten Herzen Mariens“ doch sehr. Immerhin lässt diese Geste den Eindruck einer Gleichsetzung der beiden Konfliktparteien durch den Pontifex entstehen, welche die Täter-Opfer-Rollen negiert. Unbestritten ist: Wir müssen für den Frieden einstehen. 

Gleichermaßen wäre eine Differenzierung des katholischen Kirchenoberhaupts nötig gewesen: Es geht um die Bitten für die Aussöhnung der Völker und eine Einsicht der politischen Machthaber. Die Aussendung aus Rom kann allerdings auch missdeutet werden: Nein, ich will nicht Präsident Putin den Fürsprechern im Himmel anheimstellen. Denn ich bin mir sicher, dass Gott nicht wirklich zur Einsichtsfähigkeit des russischen Despoten sorgen kann. Stattdessen bete ich für die Menschen in der Ukraine, die Leid und Schmerz ausgesetzt sind. Für die Vertriebenen, Verletzten und Hinterbliebenen. Natürlich für jene Bürger in Russland, die offenen Herzens sind, den Kurs ihrer Führung zu verurteilen und sich gegen jegliche Gewalt aussprechen. Für die Armen, die die Sanktionen des Westens hart treffen. Und für alle Politiker guten Willens, die sich für Diplomatie und Waffenruhe einsetzen. 

Derartige Fürbitten kann ich gutheißen, nicht aber eine pauschale Vorbringung der Kriegstreiber vor den Herrn. Es war ein eklatanter Fehler in der Kommunikation des Heiligen Stuhls, die Franziskus in ein unglückliches Licht rückt: Auch wenn ich mir sicher bin, dass sein eigentliches Anliegen von den allermeisten Gläubigen verstanden wird, wäre eine Richtigstellung seiner Beweggründe hilfreich gewesen. Und natürlich weiß auch ich um das Ideal von Pazifismus und Verständigung. Und es ist moralisch und sittlich höchst verwerflich, dass auch Deutschland 100 Milliarden für die Armee investieren will. Doch Politik kann nicht alleine durch die Brille der Ethik blicken. Der Geist von Militarismus und Größenwahnsinn ist aus der Flasche, er lässt sich pragmatisch gesehen auf absehbare Zeit nicht mehr einfangen. 

Deshalb ist natürlich jegliche Anstrengung für Befriedigung und Heilung richtig und nötig  – und als Mann der Kirche kann und muss Franziskus solch eine Utopie weiterhin mit Nachdruck verfolgen. Dies kann durch Gebet zweifelsfrei gelingen. Allerdings muss er als Staatsoberhaupt und politisch Handelnder gleichsam verstehen, dass ein Bundeskanzler auf die völlig entfesselte Invasion Moskaus reagieren und Vorkehrungen treffen muss, um das eigene Land zu schützen. Nein, niemand will Aufrüstung. Sie ist falsch und der Ausdruck einer von vielen Konsequenzen menschlicher Perversion. Aber angesichts von Diktatoren bleiben praktisch gesehen wenige Alternativen, leider.

Dennis Riehle - 09:11:50 @ Glaube

23.03.2022

Niederschwellige Integrations- und Sozialberatung für geflüchtete Menschen

Pressenotiz

Der Konstanzer Berater Dennis Riehle hat sich zum Flüchtlingshelfer und Integrationsberater fortgebildet und wurde zudem in den Bereichen Trauma und Traumafolgenstörungen sowie in Interkultureller Kommunikation und kultursensibler Pflege qualifiziert. Der 36-Jährige Psychologische Berater, welcher die ehrenamtliche Mailberatung „Psychosoziale Sprechstunde“ anbietet, kann mit den neuen Kenntnissen ein noch breiteres Hilfespektrum anbieten: „Nachdem ich auch in Sozialrecht zertifiziert bin, ergibt sich ein breites Portfolio an Wissen, das ich zum Wohl von fliehenden und Asyl suchenden Menschen anbieten will. Gerade in der momentanen Phase des Krieges soll meine elektronische Beratung eine ergänzende Unterstützung sein, die von jedem Hilfesuchenden bundesweit kostenlos in Anspruch genommen werden kann und auf einfachem Weg erreichbar ist. Ob nun Fragen zu möglichen Leistungen, Maßnahmen zur Eingliederung in Arbeitsleben oder Gesellschaft, Entschärfung kulturell bedingter Konflikte, psychosoziale Angelegenheiten oder auch eine seelsorgende Unterstützung: Mit der Erstauskunft bin ich Ansprechpartner und Wegweiser zugleich, der im Zweifel an die zuständigen Stellen vermittelt. Durch verschiedene Fremdsprachenkenntnis versuche ich ebenso, eine Vertrauensbasis zu den Geflüchteten herzustellen und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen“, so Riehle. 

Bereits 2015 hatte er viele Ankommende betreut, heute steht er vor allem auch mit Sachkenntnis und Empathie bereit, die Ankunft und das Einleben schlichtweg zu erleichtern und auf die vielen Unklarheiten, die die Menschen aus der Ukraine, aber weiterhin auch aus vielen anderen Krisengebieten dieser Welt mit sich bringen, eine vorläufige Antwort zu finden. Die Beratung ist kein Ersatz für Therapie oder eine juristische Einzelfallprüfung. Gleichermaßen ist die Haftung ausgeschlossen, Datenschutz und Verschwiegenheit werden gewährleistet. Jeder kann sich über die entsprechende Mail-Adresse: mail@ehrenamtliche-beratung.de melden. Weitere Informationen auf www.psychosoziale-sprechstunde.de.

Dennis Riehle - 05:12:07 @ Ehrenamt

22.03.2022

Familienknäuel Konstanz: Pandemie-Folgen und Kriegsbilder stürzen Familien in große Herausforderungen

Pressenotiz

Die Online-Familienberatung „FamilienKnäuel“ in Konstanz verzeichnet seit Ausbruch des Ukraine-Krieges sprunghaft angestiegene Zahlen an Hilfesuchenden aus unterschiedlichsten Familienkonstellationen. Wie der Leiter des ehrenamtlichen Angebots, Dennis Riehle, in einer Stellungnahme ausführt und darlegt, habe sich das Anfrageaufkommen in den vergangenen drei Wochen vervierfacht: „Darunter sind Müttern und Väter, die nicht wissen und überfordert sind, wie sie ihren Kindern die Bilder des gewaltsamen Konflikts in Europa erklären sollen. Gleichzeitig beklagen gerade auch Alleinerziehende eine deutliche Überlastung, einerseits die Pandemie-Folgen mit Homeoffice und ‘Distance-Learning’ abzubauen – und parallel Ängste der Kleinsten vor einer Eskalation des Russlandfeldzuges zu nehmen“, sagt Riehle, der als Fachkraft für Familienzentren, als Integrationsberater und Psychologischer Berater mit einer Weiterbildung im Bereich Traumata qualifiziert ist. „Oftmals hilft in solchen Situationen der Rat, einerseits die Sorgen ernst zu nehmen und die Situation kindgerecht zu erklären. Andererseits ist es wichtig, den Konsum von Informationen aus dem Kriegsgebiet zum eigenen und zum Schutz der Kinder zu begrenzen“.

„Natürlich sollen und können wir sie nicht vor der Realität abschirmen. Und zu einem gewissen Maß gehört es auch zu einer verantwortungsvollen Beziehung, sie nicht ständig der Wirklichkeit zu entziehen. Gleichsam tut es aber auch uns selbst gut, Abwechslung in den Alltag zu bringen. Durch Ablenkung und Aktivität kann es gelingen, den Fokus zurück in unser Dasein zu lenken. Denn auch wenn die militärischen Auseinandersetzungen auf unserem Kontinent stattfinden, können wir uns weiterhin in Sicherheit wiegen. Um dies zu unterstreichen und unsere Zweifel daran zu zerstreuen, hilft es sicherlich, sich den Nachrichten und Experteneinschätzungen aus seriöser Quelle zu bedienen und nicht allein den sozialen Medien zu vertrauen, in denen sowohl ukrainische wie russische Propaganda zu einem inflationären Umgang mit Superlativen wie dem Dritten Weltkrieg führen. Es ist wichtig, dass wir kognitiv arbeiten und unsere aufgeschreckten Seelen durch Rationalität auf den Boden unserer Tatsachen in Deutschland zurückzuholen. Diese Sicherheit dann auch an die Kinder zu vermitteln, diese Anforderung stellt sich Familien ungemein. Sofern man emotional eng mit den Menschen in der Ukraine verbunden ist, kann man gleichsam durch die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Hilfestellung dazu beitragen, die eigene Beklemmung in Aktion umzumünzen. Ob es durch eine Spende ist, durch ein ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge und freiwilliges Tun in einem Helferkreis, aber auch durch das Setzen von Zeichen und Symbolen im eigenen „Facebook“- oder „Whatsapp“-Account und auf der persönlichen Homepage: Alles ist besser als Passivität!“, sagt Riehle mit Blick auf die Erstarrung vieler Menschen.

Er rät darüber hinaus, die frühlingshafte Zeit und die Sonnenstrahlen für Aufenthalte im Freien zu nutzen: „Wir müssen kein schlechtes Gewissen haben, wenn wir es uns hier gutgehenlassen. Zwar ist stets Respekt und Demut vor dem Leid in der Ukraine angebracht. Aber es hilft dort niemandem, wenn auch wir uns psychisch kaputtmachen“, so Riehle. Gleichzeitig ermutigt er auch, die wärmeren Temperaturen und die damit erwartbaren Rückgänge bei den Corona-Infektionen zum Durchatmen heranzuziehen und sich wieder ein Stück mehr Freiheit zu gönnen: „Nach diesem entbehrlichen Winter ist es allzu menschlich und für unseren Organismus und unser seelisches Wohlergehen von immenser Bedeutung, den Anschluss an die Normalität zurückzugewinnen. Wir sind als menschliche Wesen nicht darauf ausgerichtet, in ständiger sozialer Isolation zu leben und uns zu kasteien. Daher bieten sich das Zusammenkommen der Omikron-Variante mit milderen Krankheitsverläufen und der erwartbare Rückgang der Inzidenzen an, unter Wahrung von Mindestabständen und Maskenpflicht in eine Gewohnheit überzugehen, wie wir sie aus vorpandemischen Zeiten kannten. Denn auch Corona wird nicht ewig andauern. Deshalb dürfen wir es nicht verlernen, wie eine geeignete Psychohygiene aussieht – und sie fußt vor allem auf Routine, Nähe und Vielseitigkeit bei der Alltagsgestaltung“, sagt der erfahrene Berater – und bietet weiterhin Mail-Beratung für Familien an. Sie können sich überregional und kostenfrei an info@familienknaeuel.de wenden. Datenschutz und Verschwiegenheit werden gewährleistet. Nähere Informationen zu den Bereichen, zu denen Auskunft möglich ist, finden sich auf der www.familienknaeuel.de.

Dennis Riehle - 06:23:32 @ Soziales

Selbsthilfe Konstanz spendet für psychisch kranke Menschen in der Ukraine

Pressenotiz

Die Selbsthilfeinitiative zu Zwängen, Phobien und Depressionen in Konstanz spendet für psychisch kranke Menschen in der Ukraine und ermutigt damit, es ihr gleich zu tun: „Neben den vielen Kindern, Frauen und Älteren, die besonders unter dem Krieg leiden, sind es auch Menschen mit Behinderungen und Erkrankungen, die zu den stark Betroffenen gehören. Wir wollen daher daran erinnern, dass es auch in der Ukraine unzählig viele Personen gibt, welche bereits vor dem Ausbruch des Konflikts seelisch erkrankt gewesen sind und medizinisch-psychotherapeutische Hilfe benötigt haben – selbstredend abgesehen von nahezu jedem Kriegstraumatisierten, die durch die Gewalt und Kampfhandlungen für lange Zeit psychische Pein erleben“, erklärt der Gruppenleiter Dennis Riehle, der sich als Autor zahlreicher Bücher entschieden hat, seine aktuelle Marge aus den Verkäufen seiner Werke zweckgebunden für die Versorgung seelisch Verwundeter in der Ukraine zu spenden.

„Daneben hat unsere Selbsthilfeinitiative noch einen weiteren Anteil obenauf gelegt, sodass wir einen dreistelligen Betrag überweisen werden“, sagt der 36-Jährige, der ermutigt, die Bevölkerungsgruppe der psychisch kranken Menschen im Kriegsgebiet nicht zu vergessen: „Wir würden uns freuen, wenn andere Mitbürger, die über Spenden für die Opfer dieses unerträglichen und völkerrechtswidrigen Angriffs durch Russland nachsinnen, ebenfalls jene ukrainische Menschen bedenken, die vor und nach dem 24.02.2022 seelisch getroffen sind“, meint Riehle, der nach Rücksprache mit der Gruppe die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ ausgesucht hat und mit dem Geld versehen will: „Wir haben recherchieren können, dass unser Anliegen durch diese Vereinigung am besten realisiert und die zweckgebundene Spende von den dort tätigen Medizinern und Helfern am ehesten in unserem Sinn und Ziel verwendet werden kann“, so Riehle. 

Gleichermaßen bietet die Selbsthilfeinitiative Geflüchteten aus der Ukraine psychosoziale Unterstützung: „Als ausgebildeter psychologischer Berater, Flüchtlingshelfer und Integrationsberater mit den Schwerpunkten Traumata und Interkulturelle Kommunikation habe ich meine Arbeit bereits aufgenommen und den ersten Ankommenden aus der Ukraine beiseite gestanden“, führt Riehle aus, der als Betroffener mehrerer psychischer Erkrankungen viel Erfahrung mitbringt und darüber hinaus Hilfe leisten möchte: „Jeder, der jetzt irgendetwas tun kann, sollte initiativ werden“. Kostenfreie Beratung ist bundesweit über die Mail-Adresse: info@selbsthilfe-riehle.de möglich. Datenschutz und Verschwiegenheit werden zugesichert. Selbstverständlich dürfen sich aber auch Personen aus der Bevölkerung melden, welche angesichts der dramatischen Entwicklungen im Kriegsgebiet durch die Fernsehbilder und Eindrücke hierzulande verstört und verängstigt sind und eine Anlaufstelle für eine erste niederschwellige Beratung (keine Therapie) benötigen.

Dennis Riehle - 06:22:13 @ Selbsthilfe

20.03.2022

Kein Grund zum Feiern!

Leserbrief
zu: „25 Jahre DNA-Datenbank in Österreich: 627 Mordfälle geklärt“, „Tiroler Tageszeitung“ vom 18.03.2022

Wer das 25-jährige Bestehen der DNA-Datenbank (in Österreich) unkritisch feiert und sich gar eine weitere Ausgestaltung ihres Nutzens vorstellen kann, bedenkt in keiner Weise, dass im Zeitalter von Datenschutz und Digitalisierung jedweder Versuch vermieden werden muss, einem Missbrauch und einer Zweckentfremdung höchstpersönlicher Persönlichkeitseigenschaften Vorschub zu leisten. Zur Aufklärung schwerer Gewaltdelikte mag die nationale und europäische Sammlung von genetischem Material eine Erfolgsgeschichte sein. Überlegungen und Gedankenspiele, gleichsam darüber hinausgehende Verwendungsziele unter dem Deckmantel der Strafverfolgung definieren zu wollen, müssen konsequent zurückgewiesen werden. 

Die Tendenz zur staatlichen Überwachung und Kontrolle der Menschen durch einen möglichst großen Einblick in ihr Privatleben und Zugriff auf ureigenste Identitätsmerkmale ist in den letzten Jahren ungebrochen. Immer öfter werden unter fadenscheinigen Begründungen Profile der Bürger erhoben, beispielhaft sei an die verpflichtende Abgabe des biometrischen Fingerabdrucks im Personalausweis zu denken. Es kursieren ausreichend Hinweise, welche annehmen lassen, dass er künftig nicht mehr nur zur ohnehin im Ziel und Sinnhaftigkeit umstrittenen Kontrolle der Echtheit des Passdokuments dienen soll und allein zu diesem Zweck von autorisierten Stellen abgerufen werden kann. 

Viel eher sind Spekulationen im Gang, wonach er auch außerhalb des Chips in einer zentralen Datei abgelegt werden könnte, welche Polizei und Staatsanwaltschaft den Abgleich mit Tatortspuren ermöglicht. Offenbar hegt der Staat zunehmend ein grundlegendes Misstrauen gegenüber seinen Bürgern. Dieser Eindruck muss sich aufdrängen, wenn man sich vor Augen führt, dass es Anzeichen gibt, jeden Mensch als potenziell Verdächtigen behandeln zu wollen. Während die Europäische Union mit einer gigantischen Datenschutzverordnung an vielen Stellen über jegliches Maß hinaus schießt und Einzelpersonen wie Unternehmen schlichtweg gängelt, agiert sie andererseits als unersättliche Krake mit ständig wachsendem Hunger nach technisch zu erhebenden, aber gleichsam zu wahrenden Werten. 

Nicht alles, was heute möglich ist, lässt sich auch mit den verfassungsrechtlichen, demokratischen und freiheitlichen Überzeugungen einer aufgeklärten und pluralistischen Gesellschaft in Einklang bringen. Im Gegenteil: Je mehr verwirklichbar ist, desto intensiver muss jegliche Abwägung von Zulässigkeit oder Verhältnismäßigkeit ausfallen. Ob der Geburtstag der DNA-Datenbank ein Grund zur Freude ist, muss also sicherlich ebenso unter dem Aspekt, wonach sich in einem Vierteljahrhundert die Protektion von tatsächlich begehrenswerten Daten kaum fortentwickelt hat, bewerten lassen.

Dennis Riehle - 09:02:25 @ Politik

Solidarität ohne Zwang!

Leserbrief
zu: „Linke-Fraktionschef kritisiert neues Infektionsschutzgesetz“, „ZEIT“ vom 19.03.2022

DIE LINKE offenbart mit ihren Reden zum Infektionsschutzgesetz im Bundestag ein überaus merkwürdiges Verständnis von Rechtsstaat und Gesellschaft. Sicherheit ist eben nicht nur durch Freiheitseinschränkungen möglich. Wer beide Güter gegeneinander ausspielt, verkennt die Bereitschaft und Fähigkeit der Mehrheitsbevölkerung, Verantwortung nicht nur aus Eigeninteresse zu übernehmen. Solidarität misst sich nicht an Gesichtsmasken, sondern an der für die jeweilige Situation angemessenen und rücksichtsvollen Verhaltensweise. 

Wer angesichts eklatanter Unterschiede der regionalen Inzidenzen nach pauschalem Aufrechterhalten und sogar einer Verschärfung von grundrechtseinschränkender Maßnahmen ruft, demaskiert sich als ein Verweigerer des liberalen Ansinnens unserer Demokratie und stülpt trotz stabiler Hospitalisierungsraten und den überwiegend milden Verläufen der Omikron-Variante einer gesamten Gemeinschaft undifferenzierte Regelungen über, die jedweder Verhältnismäßigkeit widersprechen. 

Es mag in der DNA der Linkspartei und ihrem bejahenden Verständnis gegenüber des bevormundenden Staates liegen, dass sie planpolitische Verallgemeinerung dem Vertrauen in die Menschen dieses Landes vorzieht. Sie haben sich während der Pandemie zumeist vorsichtig verhalten – und das auch in Phasen, in denen sich die Politik mit weitergehenden Begrenzungen zurückgehalten hat. Es ist durchaus bezeichnend, dass man gerade in einer sozialistisch denkenden Partei Empathie verordnen möchte, statt in das freiwillige und umsichtige Agieren der Vielen zu setzen. 

Nicht alles, was rechtlich möglich sein mag, ist auch notwendig. Der Staat soll in die Lebenswirklichkeit der Bürger nur dann eingreifen, wenn fakultatives Handeln unzureichend bleibt. Zwang und Druck haben noch nie zu einer Einsichtsfähigkeit beigetragen. Letztlich überwindet die menschliche Vernunft politische Indoktrination. Das sollte gerade DIE LINKE wissen.

Dennis Riehle - 09:01:04 @ Politik

16.03.2022

„Die etablierten Parteien brauchen Konkurrenz mit frischem Wind!”

Pressenotiz

Der Konstanzer Journalist, Autor und Berater - Dennis Riehle - hat sich nach seinem Ausscheiden aus der Linkspartei neu orientiert und seinen Eintritt in die noch junge „Partei des Fortschritts“ erklärt. Der seit langem in kommunaler und überregionaler Politik aktive 36-Jährige hatte seine Mitgliedschaft bei DIE LINKE beendet, weil er deren zunehmend irrationalen Kurs in der Außen- und Sicherheitspolitik nicht mehr mittragen konnte und die fehlende Aufarbeitung des miserablen Bundestagswahlergebnisses wiederholt beklagt hatte – stets ohne Resonanz der Partei. Stattdessen musste Riehle erfahren, dass er mit seinem Verständnis von sozialer und friedenstiftender Politik vor allem bei den westdeutschen Linken auf Granit stieß und für seine Meinung sogar angefeindet wurde. „Letztlich war man dort überhaupt nicht lernfähig“, erklärt Riehle.

„Diese Erkenntnis reihte sich in meine langjährige Erfahrung in den etablierten Parteien des schematischen Spektrums zwischen Links und Rechts, wonach sie zunehmend von platter Ideologie einerseits getrieben sind – oder andererseits mit von der Basis entfernter Abgehobenheit eine reflexhafte und wenig langfristige Politik betreiben. Für mich zählt dagegen ein von Vernunft, Augenhöhe und Praxisnähe getragenes Handeln, welches den Schwächsten Teilhabe ermöglicht und den Stärksten Verantwortung abverlangt. Politik muss sich für mich an der Daseinswirklichkeit des Einzelnen orientieren und im besten Fall nicht von Berufsidealisten, sondern Lebenspragmatikern gestaltet werden, die nicht zum Eigennutz, sondern für die Fürsorge der Allgemeinheit wirtschaften“, befindet Riehle – und ergänzt: „Es braucht mehr Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit“.

„Ich denke, im 21. Jahrhundert benötigt es eines neuen Verständnisses von Demokratie, welches von politisch Entscheidungswilligen ohne Allüren geprägt wird und sich nicht mehr an weltanschaulich indoktrinierten Wahlprogrammen, sondern an den Alltagsproblemen des einfachen Mannes abarbeitet. Daraus resultiert letztendlich eine Vision, das Wohl aller Menschen zu verbessern, nicht von einzelnen Lobbygruppen. Wir bedürfen deshalb zunehmend politischer Kräfte, die ein Pendant zu den vermeintlichen Profis aus Abgeordneten und Parteifunktionären bilden“, so Riehle.

Deshalb sei er mit großem Interesse auf die noch im Aufbau befindliche “Partei des Fortschritts” aufmerksam geworden, die aus einem couragierten und bunt gemischten Team aller Altersklassen besteht und aktuell die nötigen Unterstützungsunterschriften für eine Teilnahme an den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfallen gesammelt hat. „Mich beeindruckt an dieser neuen politischen Kraft die undogmatische Ausrichtung der Standpunkte, die einen Querschnitt zwischen Liberalismus, Nachhaltigkeit und Solidarität abbilden. Da geht es nicht um Fragen einer stets nur reagierenden Politik, die den Problemen hinterherrennt. Viel eher möchte die Partei mit neuen Konzepten für einen gesellschaftlichen Wandel sorgen, der an Bewährtem festhält, aber sein Augenmerk besonders auf neue Ideen für die ausgehenden 20er-Jahre und die Anforderungen dieser Zeit lenkt. Insofern steht deren Überzeugung im Geist einer progressiven Politik, die Realitäten benennt“.

Riehle ist von der „Partei des Fortschritts“ auch deshalb überzeugt, weil er dort Raum sieht, durch Mitbestimmung an einem verlässlichen, gleichsam aber der Moderne zugeschnittenen Programm teilzuhaben: „Die Mitglieder sind nicht auf ihr persönliches Vorankommen bedacht. Stattdessen sind sie von Politik begeistert und wollen ihren Teil dazu beitragen, das Land zu verändern. Nicht durch ein parteiliches Korsett, sondern mithilfe von visionären Konzepten. Ich finde es einzigartig, dass man sich in der Partei für eine Flügellosigkeit ausgesprochen hat und damit eine mittige Politik erreichen will, ohne extreme Ränder. Gleichsam sind das unverzichtbare Bekenntnis zu Grundgesetz, Europäischer Union und zum Völkerrecht gerade in der jetzigen Phase der Geschichte von enormer Bedeutung. Politik soll in der Partei kein Job mehr sein, sondern eine Berufung mit Leidenschaft und Selbstlosigkeit. Thematisch gehe ich mit einer übergroßen Mehrheit der Forderungen konform, sogleich beim Verhältnis zwischen Bürger und Staat, einem Ausgleich zwischen Ökologie und Ökonomie oder der wohlüberlegten Digitalisierung“.

Riehle will sich in der Partei des Fortschritts (www.partei-des-fortschritts.de) nach Möglichkeiten einbringen: „Insbesondere mit meiner bisherigen Expertise in der Sozial- und Gesundheitspolitik, der Innenpolitik, der Familienpolitik und der Kommunalpolitik möchte ich gerne Akzente setzen, die an bestimmten Stellen ein Mehr an staatlicher Förderung, andernorts aber gleichsam eine Liberalisierung von derzeitiger Bevormundung vorsieht. Zentrales Thema wird die Bürgerbeteiligung sein. Und auch anhand der aktuellen Krisen wie Corona wird es notwendig und unerlässlich sein, eine Balance zwischen Freiheit und Sicherheit zu finden. Wir müssen wieder viel stärker diskutieren. Daher sehe ich es als Auftrag an, eine respektvolle Streitkultur zu etablieren, die durch eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft in der Pandemie verlorenging. Gleichzeitig sollte es Aufgabe einer modernen Partei sein, sich für gute Vorschläge von außen zu öffnen und insofern flexibel zu bleiben. Unumstößlich sind die Werte, die sie sich gegeben hat. Aber programmatisch sollte nichts festgenagelt sein, sondern stets einer Überprüfung zugänglich bleiben. Denn wir erleben dieser Tage, wie kurzweilig Entscheidungen von heute im Morgen sind“, erklärt Riehle abschließend, welcher auch am Bodensee die „Partei des Fortschritts“ zu einer festen Größe machen möchte. „Ich denke, frischer Wind kann nicht schaden!“.

Dennis Riehle - 08:14:21 @ Persönliches

11.03.2022

Ein „Danke“ ist heutzutage überbewertet!

Kommentar

Ich weiß nicht, ob es lediglich mir so ergeht: Unsere Gesellschaft des 21. Jahrhunderts befindet sich in einem massiven Wandel. Die Tendenz zu Narzissmus und Eigennutz scheinen erheblich gestiegen zu sein. Das Verteidigen der eigenen Rechte und Ansprüche mit Ellenbogen und Selbstverständlichkeit dürfte mittlerweile zum Tagesgeschäft jedes Einzelnen gehören. Man kann die Verrohung vieler Bevölkerungsteile nicht nur anhand der Zunahme von Gewalttaten gegenüber der öffentlichen Ordnung sichtbar machen. Viel eher hat sich auch die Etikette maßgeblich gewandelt.

„Früher“ noch war es gängig und gehörte zur Höflichkeit dazu, auf Mails oder Post zu reagieren. Heute bleiben wohl achtzig Prozent vom Gegenüber unbeantwortet. Wir haben keine Zeit mehr, uns mit Verbindlichkeit um soziale Beziehungen zu kümmern. Stattdessen pflegen wir unpersönliches Miteinander in immer neuen Kommunikationsmedien, Foren und Plattformen, die vor Verlogenheit und Wichtigtuerei nur so strotzen. Es geht uns allein um das „Ich“ – und wie wir es gegen den Rest der Welt durchsetzen können. Gleichermaßen sind Benimmregeln gänzlich in Vergessenheit geraten, ein „Bitte“ scheint aus dem Wortschatz umfänglich verschwunden zu sein.

Die Gereiztheit und Oberflächlichkeit sind nicht erst seit der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges gewachsen. Der Umstand, dass wir offenkundig unter Dauerstress stehen, macht uns zu abgestumpften Wesen, denen selbst die grundlegenden Umgangsformen abhandengekommen sind. Die Verkürzung eines Gesprächs auf „LOL“, *freu* und sonstige Emojis trägt sicherlich auch dazu bei. Vieles, wofür man einst dankbar war, wird heute zu einer Normalität ohne jegliches Achselzucken. Erwartungshaltungen nehmen zu, aus Meinungen werden Rechte formuliert, auf denen man beharrt. Freundlichkeit und Zugewandtheit gehören der Vergangenheit an, die Stimmung im Land ist anders geworden.

Kurz angebunden zu sein und schnippisch, besserwisserisch und abgehoben zu reagieren, das gehört jetzt zum guten Ton. Argumente und Gründe zählen kaum mehr, viel eher hat die Rechthaberei die Oberhand gewonnen. Der Respekt vor einem pfleglichen Umgang miteinander hat keine Konjunktur mehr. Stattdessen steht derjenige hoch im Kurs, der sich polternd und lautstark zu Wort meldet. Die Anerkennung von anderslautenden Ansichten fällt immer mehr Menschen schwer, weshalb auch unsere demokratische Streitkultur ganz erheblich leidet. Doch was kann gegen diese Entwicklung getan werden? Letztlich reicht es manchmal, sich auf manch eine Lehre aus der Bibel zu besinnen: „Was du nicht willst, das man dir tut, füg’ auf keinem Andern zu!“.

Dennis Riehle - 11:38:27 @ Gesellschaft

05.03.2022

Ehemaliges Parteimitglied kritisiert anhaltendes Russland-Verständnis der Linken

Pressenotiz

Diese Realitätsferne ist ekelhaft!

Nicht zuletzt der Konflikt zwischen Gregor Gysi und Sahra Wagenknecht hat zum Ausdruck gebracht: Innerhalb der Linken verlaufen weiterhin tiefe Gräben, was die Bewertung Russlands angeht. Diese Ansicht vertritt das ehemalige Konstanzer Mitglied der Linkspartei, der Autor Dennis Riehle. „Ich bin entsetzt darüber, wie naiv es in einigen Strömungen auch weiterhin zugeht“, erklärt der 36-Jährige, der sich heute deutlich von den außenpolitischen Positionen der LINKEN distanziert und attestiert, wonach man in weiten Teilen der westdeutschen Flügel der Partei mit kruden Vergleichen auf sich aufmerksam macht und die Großmachtphantasien des Kreml-Chefs teilt.

„Im Gespräch mit meinen früheren Genossen erfahre ich dieser Tage, dass es sich bei den Einlassungen Putins um ‚historische Reden‘ handele, deren ‚heroische Töne beneidenswert‘ seien und deren Bedeutung ‚über Generationen nachhallen‘ werde“, zeigt sich Riehle empört: „Das Einzige, was an den verschwurbelten und kruden Exkursen in die Vergangenheit des russischen Autokraten über viele Jahrhunderte im Gedächtnis bleiben wird, sind seine realitätsfernen und skandalösen Parallelen, die er von Napoleon bis Hitler zieht“, sagt Riehle. Ihn habe erschrocken und gleichermaßen bestürzt, wie gutgläubig und verblendet man trotz der offenbaren Kriegsverbrechen des russischen Regimes in beträchtlichen Teilen der LINKEN bleibe:

„Die Einsichtsfähigkeit Gysis und Wagenknechts sind keinesfalls repräsentativ. Viel eher zieht sich die blinde Russland-Liebe durch weite Teile der Partei. Sogar von Mitgliedern der Linkspartei, die weit nach dem Ende des Kalten Kriegs geboren wurden, höre ich Verbundenheit mit dem Traum eines Wiedererstarkens der kommunistischen Sowjetunion“, brüskiert sich Riehle, der vor allem aus sozialpolitischen Gründen eingetreten war: „Die sicherheits- und verteidigungspolitischen Überlegungen der LINKEN waren mir stets fremd, weil sie derart einseitig sind und blauäugig daherkommen. Selbstredend kann man sich irren. Aber wer angesichts der Dramatik der Bilder aus der Ukraine auch jetzt noch nicht die Kurve kriegt, hat für mich jegliches Mitgefühl verspielt“, führt Riehle aus.

„Es ist mehr als befremdlich, es ist vielmehr skandalös, wenn für die Bedenken des russischen Machthabers gegenüber der NATO noch immer Verständnis eingefordert wird, wie es in gewissen Strukturen der Linkspartei weiterhin geschieht. Ich habe von Seiten der AfD nichts Anderes erwartet. Letztendlich bestätigen mich die Einlassungen von sozialistisch denkenden Demokraten in meinem Freundeskreis aber darin, dass auch unter Linken ein unglaublicher Geschichtsrevisionismus vorherrscht. Ich bin froh, ausgetreten zu sein und mit der Ideologie gebrochen zu haben“, so der Konstanzer, der ergänzt:

„Wer es sich aus Gründen der weltanschaulichen Verbundenheit mit einem Diktator gemeinmacht, hat für mich jeglichen Respekt verloren und kann sich nicht auf Meinungsfreiheit berufen – denn auch eine Freundschaft im Geiste mit einem wildgewordenen Despoten in Moskau kann ein moralisches Verbrechen sein“. Zwar verurteile die LINKE vordergründig den Krieg, weil man sich ja noch immer als pazifistische Partei verstehe, betont Riehle. Im gleichen Atemzug werde aber die Aggression Amerikas als ein wichtiger Faktor für den Gewaltausbruch verurteilt.

„Es gab keinen Anlass, dass sich Russland von irgendjemanden hätte fürchten müssen. Selenski und die gesamte ukrainische Regierung wurden durch das Volk gewählt. Soll sich die Mehrheit der Menschen dort also für Neonazis stark gemacht haben?“, fragt Riehle abschließend – und fügt erneut an: „Dass man Putin heute sogar noch Anerkennung für seine absurden Gedanken entgegenbringen kann, ist schwer erträglich. Für mich sind das nicht mehr ernstzunehmende Verirrungen einer linken Schicht, die sich – ähnlich wie Impfgegner – von jeglicher Realität losgesagt haben“.

Dennis Riehle - 06:38:47 @ Politik

03.03.2022

Psychosoziale Sprechstunde reaktiviert die Beratung für Flüchtlinge

Pressenotiz

Die ehrenamtliche Psychosoziale Sprechstunde in Konstanz nimmt ihre Mailberatung für Flüchtlinge wieder auf, nachdem zu erwarten ist, dass auch in der hiesigen Region Menschen aus der Ukraine ankommen werden und Unterstützung benötigen. Wie der Leiter des Angebots mitteilt, werde man insbesondere Psychologische Beratung und Seelsorge leisten, aber auch über die Ansprüche auf Sozialleistungen informieren, so Dennis Riehle. Er ist als Professioneller Berater ausgebildet und wurde im Sozialrecht zertifiziert. Zudem hat er eine Weiterbildung im Umgang mit Trauma und Traumafolgen. 

„Jetzt geht es darum, die bereits nach 2015 eingespielten Strukturen wiederzubeleben. Gerne will ich hierzu meinen Beitrag leisten und biete Hilfesuchenden eine Erstberatung an, sodass sie zumindest für den Anfang einen Überblick erhalten, wohin sie sich wenden können und welche Möglichkeiten zur Unterstützung für sie bestehen“, erklärt Riehle, der bereits vor sieben Jahren Asylsuchenden und Migranten beratend zur Seite stand und sich als Flüchtlingshelfer und in der Interkulturellen Kommunikation fortgebildet hat. 

„Ich bin mir sicher, dass wir als Gesellschaft mit einer überwältigenden Hilfsbereitschaft zeigen werden, wonach jeder Geflüchtete willkommen ist. Dieser Beitrag der Solidarität ist im Augenblick das Mindeste, was wir tun können“, zeigt sich Riehle überzeugt und verweist auf seine kostenfreie Beratung auf www.psychosoziale-sprechstunde.de. Datenschutz und Verschwiegenheit werden zugesichert, die Beratung kann auch anonymisiert in Anspruch genommen werden und steht sowohl den Flüchtlingen, aber auch in der Flüchtlingshilfe Tätigen überregional unentgeltlich bereit.

Dennis Riehle - 07:27:37 @ Gesellschaft

02.03.2022

„Wir sind zwar dem Krieg ausgeliefert, nicht aber unseren Ängsten!“

Pressenotiz

In den letzten Tagen sind die Anfragen an die Selbsthilfeinitiative zu Phobien, Zwängen und Depressionen im Landkreis Konstanz sprunghaft angestiegen. Wie der Leiter des ehrenamtlichen Angebots mitteilt, erreichten ihn zahlreiche Fragen von Hilfesuchenden, die mit der schrecklichen Situation in der Ukraine nicht fertig würden: „Die Bilder der Inhumanität belasten auch die Seelen der Deutschen, die zwar nicht unmittelbar vom Konflikt betroffen seien, sich aber besonders vor einer Ausdehnung der Gewalt auf Europa oder die Welt fürchteten“, sagt Dennis Riehle, der weiter ausführt: „Nach zwei Jahren Pandemie sind die Menschen erschöpft. Obwohl in Sachen Corona ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen war, stürzen wir nun direkt in die nächste Hoffnungslosigkeit. Es ist verständlich, wenn Menschen angesichts dieser Herausforderungen der Zeit verzweifeln und entmutigt sind“, meint der 36-Jährige, der seit vielen Jahren selbst psychisch erkrankt ist. „Schlussendlich sind wir zwar diesem Krieg ausgeliefert und stehen den unerträglichen Impressionen von Schmerz und Leid hilflos gegenüber. Aber gegenüber unseren Ängsten sind wir keinesfalls machtlos“, erklärt Riehle, der insbesondere auf die Konzepte der Kognitiven Verhaltenstherapie verweist: „Das wichtigste Element der Angstbewältigung ist neben dem Respekt und der Anerkennung unserer Gefühle der Versuch, den übersteigerten Emotionen mit Rationalität zu begegnen und sie durch Argumente zu relativieren“, führt der gelernte Psychologische Berater aus.

Er untermauert Beispiele für dieses Vorgehen: „Wichtig sind im Augenblick insbesondere seriöse Informationen und fachkundige Einschätzungen. Wir sollten uns nicht allein von den dramatischen Schlagzeilen leiten lassen, sondern insbesondere Einordnungen von Experten konsumieren, die die Lage in ein unaufgeregtes Bild zurückholen. Daneben ist es entscheidend, durch Aktivität der scheinbaren Lähmung entgegenzuwirken. Ob wir nun durch konkrete Hilfe für die Ukraine durch Spenden oder Unterstützung für die Flüchtenden tätig werden – oder trotz des Krieges bewusst Pausen von den Nachrichten in den Alltag einbauen, in denen wir wieder unseren gewohnten Hobbys und geliebten Freizeitbeschäftigungen nachgehen: Elementar ist es dabei, uns den Glaubenssatz bewusst zu machen, dass wir als Einzelperson nicht an der Situation schuld sind und deshalb auch das eigene Recht haben, ohne Selbstvorwürfe einer Ablenkung nachzugehen. Es ist selbst in diesen Zeiten keinesfalls verboten, sich zu freuen oder zu lachen. Mit einer Kasteiung helfen wir den Menschen in der Ukraine eben nicht“.

„Und wir schaden gleichzeitig unserer eigenen Psychohygiene. Das kann nicht das Ziel von einer berechtigten und angemessenen Rücknahme von übermäßiger Ausgelassenheit und einem moralisch wie ethisch sicherlich notwendigen Respekt gegenüber Tod und Zerstörung sein“, erläutert Riehle und ermutigt deshalb auch: „Suchen Sie sich Gesprächspartner, um Ihre Gedanken auszuformulieren und sich von der Seele zu reden. Oftmals sind wir in einer Schockstarre, die uns gehandicapt zurücklässt. Entscheidend ist jetzt, dass wir Herr über unser eigenes Leben bleiben und es nicht der Macht der Propaganda überlassen“, sagt der Gruppenleiter abschließend und bietet Hilfesuchenden auch überregional Beratung per Mail an. Er kann unter der Adresse info@selbsthilfe-riehle.de erreicht werden und steht bei Fragen zu Angst, Deprimiertheit und Sorgen zur Verfügung. Datenschutz und Verschwiegenheit werden zugesichert. Das Angebot ist für alle Anfragenden kostenlos.

Dennis Riehle - 07:34:25 @ Selbsthilfe

01.03.2022

Selbsthilfeinitiative: Impfkomplikationen trotz ihrer Seltenheit nicht von der Hand weisen!

Pressenotiz
„Dennoch raten auch wir in den allermeisten Fällen weiterhin zur Inanspruchnahme der Immunisierung“

Die Selbsthilfeinitiative für Impfkomplikationen (Konstanz) begrüßt die entstandene Diskussion über die von der Krankenkasse „BKK Provita“ veröffentlichten Zahlen über mögliche Nebenwirkungen und Folgen der Corona-Immunisierung - wenngleich sie deren Aussagen nur bedingt bestätigen kann. „Letztlich sind bei uns bisher rund 200 Meldungen über Symptome und Erkrankungen eingegangen, welche in einem zeitlichen und kausalen Zusammenhang mit einer Schutzimpfung stehen könnten“, erklärt Dennis Riehle als Leiter der ehrenamtlichen Gruppe. 

„Zweifelsohne ist auch diese Zahl bei den mehr als 150 Millionen verabreichten Dosen an Vakzinen weiterhin sehr gering. Dennoch ist jeder dieser Einzelfälle durchaus ein Schicksal und eine Leidensgeschichte“, meint der 36-Jährige, der selbst seit seiner ersten und zweiten Corona-Impfung unter einem Syndrom-Komplex leidet. 

„Natürlich muss man diese Berichte also im Verhältnis sehen. Die Wahrscheinlichkeit für fortdauernde Nebenwirkungen und fälschlicherweise als ‚Impffolge‘ bezeichnete Komplikationen ist gering, wenngleich man von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgehen muss“, sagt Riehle, dem vor allem Beschwerden wie anhaltende Erschöpfung, Schmerzzustände von Sehnen und Muskeln, Neuralgien und Konzentrationsbeschwerden als etwaige Impfschäden herangetragen wurden. 

„Dies betrifft zu einem überwiegenden Teil Menschen mit chronischen Vorerkrankungen im orthopädisch-neurologisch-immunologischen Bereich, gleichermaßen sind aber auch gesunde Personen betroffen, die bis zur Impfung keinerlei Beschwerden oder Beeinträchtigung in den Körperregionen hatten, die nach der Immunisierung von Problemen betroffen gewesen sind“, so Riehle, der ergänzt: „Wir haben bei zahlreichen Patienten bereits medizinische Bestätigungen darüber erhalten, dass die aufgetretenen Symptome Ausdruck des autoimmunen Guillain-Barré-Syndroms, einer Fibromyalgie, einer Polymyalgia rheumatica oder eines Chronischen Müdigkeitssyndroms (CFS) sein könnten. 

Dennoch raten wir auch weiterhin explizit nicht von einer Corona-Impfung ab, weil wir überzeugt sind, dass ihr Nutzen die Möglichkeit einer andauernden Impfkomplikation übersteigt. Lediglich bei bestimmten Personengruppen mit expliziten Vorerkrankungen raten wir zu einer fachmedizinischen Aufklärung und einer besonderen Abwägung, inwiefern eine Impfung auch ernstzunehmende Risiken mit sich bringen kann“, erläutert Riehle. 

„Prinzipiell fassen wir die Kontraindikationen für eine Corona-Immunisierung allerdings deutlich weiter als beispielsweise das RKI. Die Impfung bleibt ein Eingriff in den Organismus, die individuell entschieden und in jedem Fall mit Bedacht vorgenommen werden sollte“. 

Die Selbsthilfeinitiative berät Betroffene und Menschen mit Fragen zu einer Impfung auf Grundlage der eigenen Erfahrungen ihrer Mitglieder. Daneben gibt Dennis Riehle als zertifizierter Sozialberater auch Auskunft zu Rechten bei eingetretenen Impfkomplikationen und der möglichen Anerkennung von Impfschäden nach dem Entschädigungsrecht. 

Er ist per Mail unter info@selbsthilfe-riehle.de kostenfrei und überregional für jeden erreichbar.

Dennis Riehle - 11:00:32 @ Selbsthilfe

28.02.2022

Riehle beendet ehrenamtliches Engagement für die Litzelstetter Nachbarschaftshilfe

Pressenotiz
Sozial- und Pflegesprechstunde sowie Neubürger-Patenschafts-Projekt betroffen

Der 36-jährige Dennis Riehle beendete mit Ablauf des Februar 2022 sein ehrenamtliches Engagement für die Litzelstetter Nachbarschaftshilfe e.V. nach 10 Jahren freiwilliger Tätigkeit für den Verein. Von seinem Rückzug sind insbesondere die von ihm aufgebaute Sozial- und Pflegesprechstunde, der Gesprächskreis für betreuende Angehörige, das Projekt der „Neubürger-Patenschaften“, das geplante Entspannungstraining, die Homepage-Betreuung und die Ausübung der Beisitzer-Tätigkeit betroffen. 

Daneben endet dann auch seine Mitgliedschaft im Kuratorium der Bürgerstiftung Litzelstetten, wie Riehle selbst mitteilt und ergänzt: „Inwieweit die einzelnen Angebote von anderen Personen fortgeführt werden, weiß ich nicht“. Er betont gleichzeitig, dass das Ende seines Ehrenamts nicht völlig freiwillig erfolgte: „Auf die Zweifel, ob ich der Fortführung des Engagements gesundheitlich noch gewachsen sei, habe ich mit einer entsprechenden Entscheidung reagiert. Ich finde es betrüblich, wenn sich Dritte in der Lage sehen, über meinen Vitalzustand und insbesondere die Frage, inwieweit ich meine Aufgaben noch erfüllen kann, befinden zu können. Letztendlich sehe ich nicht, dass ich seit 2012 irgendeinen Anlass geliefert hätte, an meiner Zuverlässigkeit irgendwie zu zweifeln“, erklärt der Litzelstetter, der auch ausführt: 

„Als Konsequenz werde ich mich umso mehr außerhalb der Nachbarschaftshilfe einbringen, denn trotz Parkinson und anderer Gebrechen fühle ich mich kein bisschen müde. Ich werde auch künftig für die Menschen aktiv sein“.  Riehle war viele Jahre Schriftführer des Vereins und hat mehrere hundert Sozialberatungen durchgeführt. „Dieses Angebot wird auch fortan bestehen – allerdings in Eigeninitiative. Hilfesuchende zu psychosozialen, pflegerischen und sozialen Anliegen können sich künftig für kostenlose Auskunft über meine Homepage www.psychosoziale-sprechstunde.de bei mir melden. Dort wird es weiterhin die unentgeltliche Integrationsberatung geben. Wer Familienberatung benötigt, findet auf www.familienknaeuel.de ein kostenfreies Angebot. Auch Neubürgern stehe ich weiterhin beim Einleben in Litzelstetten zur Seite“. Dennis Riehle ist unter der Mail-Adresse Beratung@Riehle-Dennis.de oder über SMS/“WhatsApp“ unter 0179/7945412 erreichbar. Datenschutz und Verschwiegenheit gelten.

Dennis Riehle - 13:05:03 @ Persönliches

27.02.2022

Flagge zeigen, Schweiz meiden!

Leserbrief
zu: „Die Schweiz bleibt bei Sanktionen gegen Russland vage“, „Süddeutsche Zeitung“ vom 26.02.2022

Es ist ein Armutszeugnis für die Eidgenossenschaft, sich mit dem Verweis auf die eigene Neutralität nicht an den Sanktionen gegen Russland beteiligen zu wollen. Denn wer dieses Attribut nutzt, um sich aus jeglicher Verantwortung zu entziehen, hat nicht verstanden, dass Unabhängigkeit nicht mit politischer Teilnahmslosigkeit verwechselt werden darf. 

Ich rate Bundespräsident Cassis an, sich die Worte des ebenfalls neutralen Österreichs anzuhören. Der dortige Bundeskanzler Nehammer hat sehr eindrücklich und richtig beschrieben, welche Aufgabe in der momentanen Situation all jenen Ländern zukommt, welche sicherheitspolitisch nicht in Bündnisse gebunden sind: Sie haben die Funktion, als Vermittler und Puffer zu dienen und auf eine militärische Einmischung zu verzichten. 

Sie sind gleichermaßen aber nicht zu jeglicher Meinungsenthaltung aufgerufen. Stattdessen erscheinen sie – mehr als alle anderen Staaten – dem Frieden und der Herstellung von Gewaltlosigkeit verpflichtet. Wenn man hierzu durch defensive Maßnahmen wie das Abschneiden von Geldern für die Kriegstreiber beitragen kann, wäre es eine Bankrotterklärung insbesondere jenes Alpenanrainers, der gemeinhin als Zufluchtsort für Kapital gilt. Beschämend, enttäuschend und gleichsam uncouragiert ist das Verhalten der schweizerischen Regierung. Sie duckt sich hinter der Neutralität weg, verleugnet ihre eigenen Werte durch ihre Tatenlosigkeit. 

Befremdlich sind die Ausführungen der dortigen Staatsspitze, die sich einer entschlossenen Antwort gegen das kriegerische Treiben Russlands aus Eigennutz entzieht. Als direkter Nachbar zur Schweiz werde ich mir künftig sehr genau überlegen, ob ich deren Produkte weiterhin kaufen und mein Geld für Konsum über die Grenze tragen werde. 

Ja, ich selbst habe mich zum Boykott von eidgenössischen Gütern und für den Verzicht auf Reisen dorthin entschlossen, weil ich nicht länger ein solches Land unterstützen möchte, das sich in den schwierigsten Stunden für den gesamten Kontinent zu einer Enthaltsamkeit entschied, welche vorgeschoben und unglaubwürdig ist. Karls Jaspers merkte bereits zu Recht an: „Der Friede beginnt im eigenen Haus“. Die Schweiz muss ihre Untätigkeit mit ihrem eigenen Gewissen vereinbaren. 

Dennis Riehle - 06:38:35 @ Politik

24.02.2022

Hemmungsloses Narrentreiben als Sinnbild einer Ich-Gesellschaft

Kommentar
zur Fastnacht in Kriegszeiten

Ich habe viel Verständnis für Brauchtum und Tradition. Gerade deshalb befürworte ich gleichermaßen, auch in Zeiten einer Pandemie nicht gänzlich auf Narretei zu verzichten. Doch wenn am Morgen eines beginnenden Krieges in Europa Wagen mit ohrenbetäubender Musik und Sprechchören durch die Straßen fahren und zur „Lebensfreude“ aufrufen, dann ist das ein Zeugnis von Geschmacklosigkeit.

Unbestritten hat man die Fastnacht – glücklicherweise – noch nie von Krisen und Katastrophen derart beeinflussen können, dass sie selbst in Phasen absoluten Säbelrasselns in der Welt auf die Verbreitung von Optimismus, Zuversicht und ein bisschen Lächeln verzichtet hätte. Ja, die fünfte Jahreszeit hat schon immer einen wichtigen Beitrag geleistet, um sich von irdischem Leid nicht derart in die Tiefe ziehen und zerbrechen zu lassen. Doch wenn man den Eindruck gewinnt, dass sich Karnevalisten hinter ihren Masken und Fröhlichkeit nicht nur vor der Realität zu verstecken versuchen, sondern gleichsam mit einer unangemessenen Art der Völlerei das Elend auf dem Globus negieren, ist dies eine Form der Respektlosigkeit und Ignoranz, die ich verurteile.

Fasching hat in der Vergangenheit zumindest auf Gegebenheiten Rücksicht genommen, indem man Aktivitäten und Trubel an die Realität anpasste. Gleichsam zeigt sich im Spiegel der Gesellschaft der 20er-Jahre im 21. Jahrhundert sehr eindrücklich, wonach zwischenmenschliche Sensibilität vollends an Bedeutung verloren hat und die individuelle Lust und Gier nach Spaß und Grenzenlosigkeit rote Linien des guten Geschmacks überschreitet und das Ellenbogen-Ich den Anspruch auf den eigenen Genuss jeglicher Solidarität mit Anderen voranstellt.

Niemand erwartet, dass wir angesichts noch so tragischer Bilder aus der Ukraine in eine kollektive Depression verfallen. Aber dass sich nicht nur in der Fastnacht immer öfter Empathielosigkeit über Verhältnismäßigkeit stellt, ist der klare Ausdruck einer zügellosen Zivilisation des Transhumanistischen, welche sich wohl nur durch das Erreichen einer eigenen Katharsis limitieren kann.

Ja, wir sollen und wollen auch in dunklen Stunden den Mut nicht verlieren und die Fastnacht als eine notwendige Zäsur im von Pein geprägten Alltag ausleben und uns von Wirklichkeiten zumindest für einen Moment ablenken. Ein Signal des Innehaltens kann sich aber auch anderweitig Bahn brechen als in sinnlosem und überschießendem Besäufnis und lautstarken Beats. Wo ist der Karneval geblieben, der trotz seiner Ausgelassenheit die Ernsthaftigkeit im Gedächtnis behielt und von Werten geleitet wurde?

Dennis Riehle - 07:17:31 @ Gesellschaft