Dennis Riehle

  

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Offenes Schreiben an das Paul-Ehrlich-Institut
Ich bin kein Corona-Leugner und kein Impf-Gegner, ich will lediglich Transparenz!
Offener Brief_PEI_Mögliche Langzeitfolgen der Corona-Impfung.pdf (5.82KB)
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an dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, in meinem Blog von mir verfasste Texte zu lesen. Darunter finden sich Pressemitteilungen, Leserbriefe und Standpunkte zu Themen der Zeit, kritische Stellungnahmen zu gesellschaftlichen Entwicklungen sowie soziale und politische Meinungsbeiträge, die nicht den Anspruch erheben, in jedem Fall dem "Mainstream" zu entsprechen. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie manche Beiträge nachdenklich machen oder gar Ihre eigene Gegendarstellung provozieren. Gerne können Sie mir deshalb auch Ihr Feedback unter Mail: Riehle@Riehle-Dennis.de zukommen lassen. Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!


Ihr Dennis Riehle


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12.10.2021

Zwischen Selbstsucht und Gewaltenverschiebung

Leserbrief
zu: „Österreich hat einen neuen Kanzler“, „taz“ vom 12.10.2021

Die Ära des österreichischen Bundeskanzlers ist unterbrochen. Seine stetigen Beteuerungen, sich nicht falsch verhalten zu haben, scheinen durchaus bei einer Vielzahl der Bürger zu verfangen. Immerhin unterstreicht Kurz wiederholt, wie viel Zuspruch ihm zuteilwerde. Auf den Straßen hört man immer wieder Aussagen, dass alle Vorwürfe gegen ihn konstruiert seien. Und all diese vermeintliche Zustimmung bei einem offensichtlichen Schriftverkehr, der nicht nur über Moral und Sitte hinreichend Auskunft gibt, sondern gleichsam offenbart, mit welcher Normalität man im Team „Kurz“ mit Steuergeldern umzugehen bereit war und daneben nicht nur Stimmungen kaufen wollte, sondern die unabhängige Presse zur Marionette einer türkisen Partei zweckzuentfremden versuchte. 

Kurz bleibt völlig uneinsichtig, kann den Umfang der offenbaren Verfehlungen gar nicht begreifen und erklärt sich mit seiner Liebe zum Land Österreich. Dass er eigene Parteigranden in SMS mit übelsten Schimpfwörtern belegte und Anhänger nahezu prahlten, welchen Machteinfluss die Jungen in der ÖVP gewonnen hätten, untermauert die Selbstsucht des gesamten Kreises, der sich um den aufstrebenden und zum politischen Messias auserkorenen Kurz geschart hat. Kein Zeichen von Reflektion, keine Bemühungen der Einsicht. Stattdessen eine permanente Verteidigungsstrategie, die vor allem auf dem Angriff auf die Korruptionsstaatsanwaltschaft fußt. 

Der (ehemalige) Kanzler, welcher der eigenen Justiz nicht mehr vertraut und stattdessen als Abgeordneter zunächst in die Immunität flieht, lässt jeden Respekt vor der Gewaltenteilung vermissen. Nicht nur die intakte Judikative wird dadurch in den Dreck gezogen, weil sie es gewagt hat, dem Unantastbaren den Kampf anzusagen. Dass auch viele unbeteiligte Medien in Sippenhaft genommen wurden und Schaden erlitten haben, dürfen sie vor allem der Verlagsgruppe um das Blatt „Österreich“ verdanken. Auch wenn die juristischen Fragen ungeklärt sind und auch ihr gegenüber die Unschuldsvermutung Gültigkeit besitzt, hat der Ruf der Presse als vierte Säule im Staatsgebälk zumindest deshalb gelitten, weil sich eine objektiv schreiende Zeitung gegen richterliche Beschlüsse wehrt, deren Neutralität in einem Rechtsstaat respektiert werden sollte. 

Es sind abseits der gegen Kurz und Mitarbeiter erhobenen, unglaublichen Anwürfe von Korruption und Bestechlichkeit vor allem die verschobenen Grenzen, welche eigentlich die verfassungsgemäße Stabilität sichern sollten: Legislative und Exekutive werden gegenüber Judikative und Pressewesen übergriffig. Umgekehrt biedern sich Medien dem politischen Establishment an, während sich Staatsanwälte für ihre aufklärende Arbeit rechtfertigen müssen. Ja, da gerät ein einst so souveräner Nachbar Deutschlands mächtig ins Wanken. Und das nur, weil Streben nach Einfluss, Begierde nach Geld und Wünsche nach Gottgleichheit jede Vernunft begraben haben.

Dennis Riehle - 11:50 @ Politik